2 Jahre vegan

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Am 14. Februar 2013 war es genau zwei Jahre her, dass ich angefangen habe, mich vegan zu ernähren. Und ich hatte ja auch schon dazu geschrieben, dass diese Form der Ernährung bei Arthrosen für die Dauer von zwei Jahren empfohlen wird…

Diese zwei Jahre sind jetzt um! Und jetzt? Was kommt jetzt?

Die Idee ist, dann nach und nach wieder bestimmte Lebensmittel dazu zu nehmen. Und ich hatte auch in den beiden Jahren ab und zu so Fantasievorstellungen: „Jetzt ein Spiegelei!“ oder „Camembert wäre jetzt gut!“ Meistens ist das wieder schnell verschwunden. Oder ich habe tatsächlich mal einen Löffel oder einen Bissen genommen und gemerkt, dass die Sehnsucht oder die Vorstellung sehr groß war und mit der Realität nicht mit kam.

Wenige Woche vor Ende der zwei Jahre haben wir auch oft darüber gesprochen und überlegt, wie geht es weiter? Es gab auch die Idee, am Valentinstag ein Huhn a la Jamie Oliver zuzubereiten.

Was soll ich sagen? Wir haben jetzt Ende März und es hat weder das eine noch das andere gegeben. Wir ernähren uns weiter vegan. Unterwegs ist es immer noch schwierig, weil die meisten Hotels und Restaurants nich wissen, was das ist, aber das was wir selber täglich zubereiten oder zu uns nehmen ist einfach weiter vegan.

Es ist sehr variantenreich und man fühlt sich einfach gut. Und es macht uns so viel Spaß, dass wir es einfach weiter machen…

Meinem Knie geht es immer besser! Ich mache zur Zeit ganz gezielt Muskelaufbau und bin da sehr zuversichtlich, dass ich bald wieder das machen kann, was ich möchte wie z. B wandern und tanzen.

Tipps für Hoteliers: veganes Frühstück

Ich lebe nun seit zwei Monaten vegan und fühle mich sehr wohl damit.  Das größte Problem bei der veganen Ernährung ist allerdings die Verpflegung unterwegs und ganz besonders das Frühstück im Hotel. Zum Mittag- oder Abendessen kann man oft Gerichte von der Speisekarte entsprechend abwandeln oder man isst einen Salatteller. Beim Frühstück ist das allerdings nicht so einfach.

Zuletzt waren wir im Steigenberger Hotel in Linz untergebracht und wurden gefragt, ob wir das Frühstücksbuffet für 15 Euro pro Person haben möchten. Ich meinte: „Gerne, wenn sie etwas veganes anbieten!“. Die Rezeptionistin telefonierte daraufhin mit der Küche und bot uns an: „Früchte und Nüsse!“

Liebe Hoteliers! Es ist überhaupt nicht schwer, ein veganes Frühstück anzubieten. Und hier folgen ein paar Tipps zur Bevorratung, so dass Euch auch keine großen Kosten entstehen, da fast alle Produkte lange haltbar sind:

Brotaufstrich
Es gibt eine Riesenauswahl an veganen Aufstrichen. Viele davon sind schon im ganz normalen Supermarkt zu bekommen oder im dm Drogeriemarkt. Diese Aufstriche sind in Kleinpackungen erhältlich oder auch im Glas und beide Varianten sind sehr lange haltbar. Die meisten Brote und Brötchen sind ohne Ei und Butter hergestellt und können daher von Veganern gegessen werden. Ich gehe davon aus, dass Ihr darüber Angaben machen könnt.

Getränke
Die meisten Säfte dürften vegan sein und Kaffee und Tee gehen immer. Wenn Ihr dann darüber hinaus noch ein paar Packungen Sojamilch, Reismilch oder Hafermilch im Tetrapack vorhaltet, können Veganer damit ihren Kaffee weißen oder ihr Müsli damit essen. Diese Milchvarianten sind auch sehr lange haltbar. Und Ihr macht Menschen mit Laktoseintoleranz auch noch eine Freude.

Frisches
Falls Ihr dann noch Obst und Gemüse frisch zum Frühstück anbietet, steht dem Genuss am Morgen eigentlich nichts mehr im Wege.

Außer den Frischprodukten sind alle oben angeführten Waren sehr lange haltbar, so dass Ihr sie schon auf Vorrat lagern könnt. Damit könntet Ihr jederzeit ein veganes Frühstück anbieten!

Und wir bräuchten nicht mehr auf dem Hotelzimmerbett picknicken! :-))

Tag 36 – Kürbis-Kartoffel-Rösti mit Sauerkraut und Apfelmus

Da wir noch Apfelmus übrig hatten vom verschleierten Bauernmädchen und auch noch Kürbisse aus eigener Ernte in der Speisekammer herumliegen, gab es Kürbis-Kartoffel-Rösti. Durch die Zugabe von geraspeltem Kürbis werden die Rösti so richtig schön knusprig. Sehr sehr lecker!

Zunächst war ich von der Kombination gekochtes Sauerkraut und Apfelmus nicht sehr begeistert, aber es schmeckt erstaunlich gut. Einfach ausprobieren!

Tag 35 – Rucola-Pesto und veganes verschleiertes Bauernmädchen

Unser Rukkola schwächelte schon etwas, deswegen wurde er kurzerhand zu einem Pesto verarbeitet.

Als Nachtisch sollte es die vegane Variante vom verschleierten Bauernmädchen geben, aber das war gar nicht so einfach. Normalerweise ist die Creme aus Mascarpone, Eiern und Vanillezucker. Wir haben versucht, diese Creme aus Seidentofu zu machen. Den Tofu haben wir mit Vanille-sojamilch aufgeschlagen und mit Vanillezucker und Vollrohrzucker gesüßt. Es fehlte allerdings die cremige Konsistenz, deswegen haben wir etwas Mandelmus untergerührt, was das Ganze dann aber etwas sandig machte. Schließlich haben wir Soja-Creme aufgeschlagen und untergehoben.

Für das verschleierte Bauernmädchen schichtet man Apfelmus in eine Schüssel gibt eine Schicht Krokant darauf und dann die Creme. Unsere vegane Variante schmeckte okay, aber bei weitem nicht so lecker wie das Original. Da gibt es noch Experimentierbedarf!

Tag 34 – Blumenkohl-Kartoffel-Auflauf

Zu dem Blumenkohl-Kartoffel-Auflauf hat Achim die vegane Bechamelsauße erfunden.

Hier das Rezept:

Etwas Öl erhitzen und eine Mehlschwitze machen. Dann das ganze mit etwas Brühe aufgießen und mit Soja-Cuisine verfeinern.

Diese cremige Soße behielt ihre Konsistenz in der Auflaufform und war super lecker.

Tag 33 – Brokkolipolenta mit getrockneten Tomaten

Ein unglaublich leckeres Rezept – Brokkoli einmal anders:

Zutaten für 2 Personen

  • 1Tasse Polenta (ca. 100-150 gr)
  • 4 Tassen Gemüsewasser
  • 1 kl. Fenchel
  • 1/2 Kopf Brokkoli
  • Öl
  • getrocknete Tomaten
  • Kräuter
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

  1. Fenchel in sehr kleine Stücke schneiden und mit den Brokkoli-Röschen weich kochen
  2. Abgießen und das Kochwasser auffangen
  3. Davon 4 Tassen zum kochen bringen und die Polenta einrühren, Herd auf kleinste Flamme und die Polenta etwas köcheln lassen
  4. Gemüse und kleingeschnittene Tomaten einrühren
  5. Öl dazu geben und mit Salz und Pfeffer abschnecken
  6. frische Kräuter zum Schluss erst auf dem Teller dazu geben

Tag 32 – Mangoldtarte

Es gab frischen Mangold zu kaufen und da haben wir natürlich zugeschlagen.

Mangoldtarte nach einem Rezept von Tim Mälzer:

Sehr lecker und schmeckt am nächsten Tag noch und schmeckt sogar kalt…

Tag 27 – 30 – Wiederholungen, Butterbrote und Pesto

Die Tage 27 bis 30 waren etwas stressig von den Terminen her und es gab zum Teil Reste vom Vortrag oder der Einfachheit halber Butterbrote oder sogar eine Rezept-Wiederholung, das Büllipannu – allerdings diesmal mit Kohlrabi, Kartoffeln und Tofu. Trotzdem alles sehr lecker…

Doch dann konnte es wieder weiter gehen mit den Ess-Experimenten: Spaghetti mit Pesto

Und hier das Rezept:

Zutaten
1 Bund Basilikum
1 EL Hefeflocken Mandel Mix 50:50
1EL Pinienkerne
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl

Zubereitung
Pinienkerne rösten
alle Zutaten mit Pürierstab mixen (bis auf Hefeflocken Mandel Mix)
nach Bedarf eines der Komponenten ergänzen und mit Salz abschmecken
Hefeflocken MandelMix drüberstreuen

Tag 26 – Bonnejekösch vegan

Heute musste es schnell gehen und was gibt  es da besseres als ein vorgekochtes Gericht aufzuwärmen? Vor allem, wenn das Gericht dann noch besser schmeckt. Bonnejkösch ist ein Bohneneintopf und diese schmecken ja bekanntlich nach jedem Aufwärmen besser.

Das Rezept ist schon ziemlich alt und stammt von meiner Schwiegermutter. Nur wurde es bisher natürlich nicht vegan gekocht sondern schön mit Wurst und Sahne. Wir haben das Rezept nun abgewandelt. Leider macht die Soja-Cuisine das Aufwärmen nicht mit und bildet dann kleine Tropfen. Geschmacklich ist da kein Unterschied, aber es sieht nicht mehr so toll aus:

Und hier das Rezept:

Zutaten:
3-4 Kartoffeln
Gemüsebrühe (so viel, dass es die Kartoffeln im Topf bedeckt)
1 Glas grüne Schnibbelbohnen
1 Glas weisse Bohnen Suppengrün
1 Ziebel
Margarine oder Soja-Aufstrich
Salz
Pfeffer
Soja-Sahne
frische Kräuter (nach Belieben)
Optional: Tofu-Würstchen
Zubereitung
1. 3-4 Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden, mit Gemüsebrühe weich kochen und dann etwas zerstampfen.
2. Ein Glas grüne Schnibbelbohnen und eine Dose weisse Bohnen mit Suppengrün dazu geben und aufkochen lassen
3. Dann in der Pfanne eine Zwiebel mit etwas Margarine hellbraun dünsten und auch dazu geben
4. mit Salz , Pfeffer abschmecken. 5. Nach Belieben mit einen Schuss Soja-Sahne verfeinern 6. mit frischen Kräutern anrichten
7. Optional: Tofu-Würstchen kleinschneiden, kurz anbraten und dazugeben