Ein Abend in der Trompete

Wir sitzen hier in geselliger Runde im Brauerei-Gasthof Trompete, dem Hotel im Altmühltal zum Abschluß vom ersten Tag des Tourismuscamp 2012.

Es gab eine verkleinerte Speisekarte zur Auswahl und am Besten kommt jetzt jeder selber zu Wort…

Die Stimmung ist schön gediegen, die Gespräche interessant.

Die Portionen sind sehr groß, super lecker und günstig.

Pizza Regina……SUPER! ……aber wo und wer ist Regina???

Schnitzel + Pommes Phantastisch!

5x Tourismuscamp, 5x Trompete, immer wieder gut!

Sehr effektiver erster Tag, tolle Gespräche, interessante Kontakte. Und eine große Portion Räucherlachs mitnRösti, die eigentliche eine Vorspeise sein soll, aber locker als Hauptspeise reicht.

Das dritte Almcamp in Südtirol war ein voller Erfolg

Zum dritten Mal gab es nun schon ein Barcamp auf der Alm. Diesmal ziemlich luxuriös im Hotel Icaro auf der Seiser Alm in Südtirol. Das Hotel hat nicht nur eine atemberaubende Berg-Kulisse sondern auch eine großzügige Wellnessabteilung zum Teil mit grandioser Aussicht.

Es war wohl das Barcamp der Superlativen: das höchste – auf 1910 m; das kleinste – mit 27 Teilnehmern; und das mit dem besten Esssen (sorry Castlecamp) – gab es doch jeweils ein viergängiges Menü.

2011 haben viele Deutsche die lange Fahrt auf sich genommen und die illustre Runde enorm bereichert. Schon bei der Vorstellungsrunde gab es tags, die ich nie zuvor auf einem Barcamp gehört habe, wie ‚Hasen‘, ‚Minigolf‘ oder ‚Zahnmedizin‘. Auch die Sessions waren diesmal sehr bunt gemischt, gab es doch – wie immer beim Almcamp – keinen thematischen Überbau. Also hörten wir etwas über Radrennen in Altbauwohnungen, Schatzsuche per Google, Rendite von Immobilien, Zähne für Afrika, Tools für die tägliche Arbeit, responsive Webdesign, HDR-Fotografie usw.

Und wieder einmal hat sich das One-Location-Format des Almcamps bewährt. Man hört sich eigentlich alle Sessions an, egal ob einen das Thema interessiert oder nicht, weil es gibt eh keine Alternativsession gibt. Und so blickt man dann mehrfach an einem solchen Wochenende über den Tellerrand und ist hinterher froh, dass man im Sessionraum geblieben ist. Auch alte Barcamper mit mehr als 20 Camps Erfahrung fanden dieses Prinzip genial.

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir einige Sessions nach draußen verlegt und vor der großartigen Bergkulisse darüber diskutiert, ob Tourismusdestinationsseiten Social Media brauchen oder gehört, wie Rollstuhlfahrer verreisen.

Alle waren sich einig, dass nächstes Jahr wieder ein Almcamp statt finden muss und so planen wir schon fleißig an einer weiteren Ausgabe. Es soll wieder rustikaler werden und wir nähern uns der Idee des flipcamps, indem wir Internet lediglich für den Vortragenden vorhalten wollen und jeder der eine Session plant, soll einen Plan B haben, damit sie draußen in der grünen Wiese statt finden kann.

Wer wissen will, was er verpasst hat, hier gibts einige Links, zu Berichten, Fotoalben und sogar einem zweiteiligen Podcast:

Linksammlung auf Barcamp.at

Und hier geht es zu meiner Bildergalerie.

Infos über das Almcamp 2012 wird es dann hier geben:

Almcamp-Seite Ja, das Almcamp hat sich eine eigene Seite verdient, finden wir!!

 

 

 

World Blogging Forum 2010 in Wien / Vienna

English – see below

Das World Blogging Forum 2010 in Wien liegt hinter uns.

Ich hatte mich sehr auf dieses Bloggertreffen im großen Stil gefreut, weil es international angelegt ist. Die Hauptsprache sollte Englisch sein und ich war sehr gespannt auf die vielen anderen internationalen Blogger.

Die Location bei der Telekom war top. Ein professioneller Konferenzraum mit allem technischen Zubehör und perfektes Catering den ganzen Tag über! Vielen Dank an die Sponsoren. Mit dem iPad konnte ich mich zwar nicht einloggen (der Anmelde-button funktionierte nicht) aber dafür war der Bob-Empfang Spitze! :-))

Die erste Session war ziemlich verwirrend und kaum einer hat verstanden, was da vor sich ging. Somit ging die gesamte Aufmerksamkeit auf die Twitterwall und es wurde rumgeblödelt was das Zeug hielt. Ab der zweiten Session wurde es besser und alle lauschten beeindruckt den Kurzpräsentationen. Da war viel Interessantes dabei und wieder einmal sind mir einzelne Sätze in Erinnerung geblieben, wie „facebook ist doof? Es ist nicht facebook – es sind Deine Freunde!“

Auch das Format war nicht so ganz klar. Mehrere Lightningtalks und dann Diskussion. Das war in der Nachmittagssession besser gelöst: Nach jedem Kurzvortrag Diskussion. Es war insgesamt eine Mischung aus Barcamp und Konferenz für mich…

Was mich extrem gewundert hat, ist, dass außer bei der politischen Session, so wenig über Blogs und Bloggen geredet wurde. Es gab Kurzvorträge über Twitter, Projekte (wie anonyme Gefallen), interaktive Videos, Erfolg im Business, groupshopping uvm. Die Diskussion, bei der es um Blogs ging, nämlich die Monetarisierung derselben, wurde leider abgewürgt.

Schade fand ich auch, dass etwa ein Dutzend der internationalen Blogger von den anderen irgendwie „abgeschirmt“ wurde. Beim nächsten WBF wünsche ich mir ein gemeinsames öffentliches Vortreffen am Freitagabend zum persönlichen Kennenlernen und Austausch und einen gemeinsamen Ausklang am Samstagabend. Die Party war nett, aber in einem Club muss man halt gegen die Musik anschreien und ich möchte mich da lieber unterhalten. Auch den Ausflug am Sonntag hätte man gemeinsam planen können. Ich hätte auch gerne für das Sightseeing Programm bezahlt… Mir war es effektiv zu wenig Austausch mit diesen interessanten Leuten. Bitte im nächsten Jahr unbedingt mit einplanen!!

Von den Wienern bin ich etwas enttäuscht. Ich habe den Eindruck sie „besuchen“ solche Veranstaltungen im Laufe des Tages mal, wenn es ihnen passt und gehen am Ende des offiziellen Programms sofort nach Hause. Zum offiziellen Beginn um 9 Uhr waren auf jeden Fall erst wenige Teilnehmer vor Ort. Auch die No-Show-Rate schien mir sehr hoch.

Trotzdem: Insgesamt eine gelungene Veranstaltung. Ich habe viel Interessantes gehört und Einiges mitgenommen. Meine drei Tags: inspiring, motivating, interesting!!! Danke an Ritchie und sein Team für die Organisation!!!

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The World Blogging Forum 2010 in Vienna is over!

I have been really looking forward to this large event, because it is international. The main language was supposed to be English and I was very curious about the international bloggers.

The location at Austrian Telekom was top. There was a professional conference room with all necessary technical equipment and a perfect catering during the whole day. Thanks to the sponsors. Though I could not log in to the WiFi with my iPad (the log in button did not work) I could surf with my Bob connection.

The first session was a bit chaotic and a lot of people did not understand what was going on. So the concentration moved to the twitterwall, where a lot of fun tweets could be read. With beginning of the second lesson it got much more interesting and everybody was listening to the short presentations. There was a lot of interesting stuff in it in some sentences are still in my mind as „facebook is stupid?  It is not facebook, it’s your friends!“

The format of the event was not really clear for me. There were some lightning talks and then discussion. I found the afternoon session much more better: there was a discussion after each short presentation. It was like a mixture between barcamp and conference for me…

I was wondering, why we did not talk (apart from the political session) about blogs or bloggers. There were short presentations about twitter, projects (anonymous favour), interactive videos, success in business, group shopping and much more. The only discussion about blogs (how to monetarize them) was unfortunately shortened.

It was a pity that a dozen international bloggers were somehow ‚kept‘ from the others. For the next WBF I would like to have a public get together at Friday evening for to meet the others and time for exchange and chat. Also on Saturday evening I would love to have a joint conclusion. The party was nice, but I’d rather talk to people instead of shouting against the loud music. The sightseeing tour on Sunday could have been also public. I would have loved to pay for the trip and would have liked to have the opportunity to talk to the international bloggers during the tour. For me there was not enough exchange between the participants and the very interesting guests. Please consider this for next year!

I am disappointed from the bloggers from vienna. It seems that they ‚visit‘ such events like barcamps or this forum, if they just feel like it and after the official programme they tend to go home. At the official beginning at  9 o’clock there were only some participants at the location. The no show rate seemed also to be quite high.

Anyway: It was a successful event over all! I heard a lot of interesting things and still have some of it in my mind. My three tags: inspiring, motivation, interesting!!! Thanks to Ritchie and his Team for organizing!

Almcamp 2010 und die Zukunft

Nach dem unglaublichen Erfolg vom Almcamp 2009 waren die Erwartungen natürlich extrem hoch. Würde das Almcamp wieder genauso gut verlaufen, wie im Jahr davor? Ja, es war wieder genau so intensiv wie beim ersten Mal. Ich persönlich fand 2010 noch viel intensiver, weil ich sehr viele Gespräche führen durfte, die alle sehr offen und ehrlich waren. Vielen Dank allen meinen Gesprächspartnern an diesem Wochenende.

Mehr Artikel über das zweite Almcamp kann man hier lesen. Und hier sind auch alle Sessions aufgeführt, für alle, die leider nicht dabei sein konnten.

Wie geht es nun weiter?

Wir haben ja beim diesjährigen Almcamp angekündigt, dass wir die Organisation für 2011 nicht mehr übernehmen. Dies hat gleich mehrere Gründe, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte. Trotzdem fänden wir es aber sehr schön, wenn das Format „Almcamp“ bestehen bleiben würde. Ob es 2011 wieder am Maltaberg stattfindet, aber von einem anderen Organisationsteam vorbereitet wird, oder ob es vielleicht mal den Ort wechselt ist dabei egal.

Wir werden ein eventuelles neues Orgateam gerne unterstützen und werden auch die Hardware – soweit sie zum Almcamp gehört – selbstverständlich zur Verfügung stellen.

Sollte es Ideen geben, das Almcamp an einen anderen Ort zu verlegen, so gibt es ein paar wesentliche Merkmale, die das Format ausmachen und die auch weiterhin bestehen bleiben sollten:

– One Location Barcamp
– Keinerlei Ausweichmöglichkeiten
– Wunderschöne Natur
– Traditionelle Almverköstigung
– Barrierfreiheit

Diese Punkte machen das Almcamp aus: Alles findet in einem einzigen Raum statt und weit und breit gibt es keinerlei Ablenkung. Niemand kommt auf die Idee, das Camp abends zu verlassen und noch in eine Bar zu gehen oder die Wellnessabteilung des Hotels zu nutzen. Die Natur ist so überwältigend, dass man aus seinem Alltagstrott herausgerissen wird. Die Wechselwirkung zwischen der Umgebung und den Themen der Sessions ergibt eine sehr eigene intensive Stimmung. Die begrenzte Teilnehmerzahl führt zu einer familienartigen Struktur und es herrscht ein allgmeines Geben und Nehmen und ein sehr offener ehrlicher Austausch. Das Catering mit rustikalen Almprodukten trägt dazu bei, den Alltag hinter sich zu lassen und die gemeinsame Einnahme von Frühstück, Mittag und Abendessen verstärkt das Gemeinschaftsgefühl noch einmal beträchtlich.

Der Ruf nach einer neuartigen Form für Barcamps wird immer lauter. Oft waren die Teilnehmer unzufrieden, dass zu viele ‚anonyme‘ Beobachter auf Barcamps auftauchten, nur um Informationen aufzusaugen. Auch Ritchie Pettauer beschäftigt dies in seinem Rückblick auf das Almcamp 2010. Ob das Format „Almcamp“ die neue Form für zukünftige Barcamps sein kann, wird sich zeigen.

Es wird auf jeden Fall nicht so einfach, einen Ort für ein solches One-Location-Barcamp zu finden. Wir stehen jederzeit gerne für Auskünfte zur Verfügung, falls jemand ein solches Barcamp organisieren möchte.

Hier hatte ich auch schon einmal geschrieben, wie man ein Almcamp organisiert.

Ich hoffe sehr, wir sehen uns auf einem Almcamp 2011!!

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Nachtrag: Markus hat mich in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass Barrierefreiheit natürlich auch ein wesentliches Merkmal vom Almcamp ist. Ich habe den Punkt oben in der Aufzählung nachträglich ergänzt.