Ein Abend in der Trompete

Wir sitzen hier in geselliger Runde im Brauerei-Gasthof Trompete, dem Hotel im Altmühltal zum Abschluß vom ersten Tag des Tourismuscamp 2012.

Es gab eine verkleinerte Speisekarte zur Auswahl und am Besten kommt jetzt jeder selber zu Wort…

Die Stimmung ist schön gediegen, die Gespräche interessant.

Die Portionen sind sehr groß, super lecker und günstig.

Pizza Regina……SUPER! ……aber wo und wer ist Regina???

Schnitzel + Pommes Phantastisch!

5x Tourismuscamp, 5x Trompete, immer wieder gut!

Sehr effektiver erster Tag, tolle Gespräche, interessante Kontakte. Und eine große Portion Räucherlachs mitnRösti, die eigentliche eine Vorspeise sein soll, aber locker als Hauptspeise reicht.

Gedanken über Social Media

Social Media ist in aller Munde und die Twitter-Accounts und Facebook-Fanpages mit entsprechenden Gewinnspielen sprießen wie die Pilze aus dem Boden. Aber wo bleibt das Soziale Netzwerken im Sozialen Netzwerk?

Hier ein paar persönliche Erfahrungen von mir aus der letzten Zeit:

Keine Antwort auf Twitter-DM:

Für meine Eltern suche ich zur Zeit in einem bestimmten Gebiet eine Ferienwohnung. In dem Zielgebiet gibt es ein twitterndes Ferienhaus. Was liegt näher als flugs eine DM schreiben und ein paar Fragen zum Haus stellen?

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Wie man sieht am 7. Februar um 15 Uhr abgeschickt. Bisher habe ich keine Antwort erhalten, obwohl in dem twitter account weiter gepostet wird…

Keine Antwort auf Facebook-Fanpage:

Ich bin Fan der Firma Ja!Natürlich auf facebook. Und habe dort  am 26 Januar eine Frage zu deren Produkten gepostet:

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Wie man sieht habe ich noch zwei mal selber kommentiert, um jemand auf mich aufmerksam zu machen. Es wird dort fleißig geschrieben und für Ja!Natürlich Werbung gemacht, aber meine Anfrage wird bis heute geflissentlich ignoriert…

Gewinn für x-ten Fan:

Ich ärgere mich darüber, wenn der x. Fan etwas gewinnt, wie in diesen beiden Fällen hier:

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Natürlich habe ich das auch entsprechend auf den Fanseiten kommuniziert. Hier und hier.

Im zweiten Fall hat man meine Anregung aufgenommen und den Fan der ersten Stunde auch bedacht. Das finde ich schon mal super!

Wenn es nur um den x. Fan geht, dann kann ich ja nicht mehr Fan sein und im richtigen Moment Fan werden, damit ich den Gewinn bekomme. Wenn ich nur den einen mit einem Gewinn belohne, dann schätze ich nicht die anderen Fans, die ja auch für mich Werbung machen und dafür sorgen, dass Leute bei mir Fan werden. Warum nicht den aktivsten Fan belohnen? Der, der in dieser Woche die meisten Fotos, Texte, usw. eingestellt hat? Warum nicht den Schi-pass unter allen Fans verlosen, wenn eine magische Zahl erreicht wird? Das gleiche gilt, für Gewinnspiele, wo zu einer bestimmten Uhrzeit ein Kommentar abgegeben werden muss. Oder die ersten fünf Kommentare gewinnen. Damit schließe ich soviele Fans aus.

All diese Beispiele zeigen mir, dass die beiden Begriffe „sozial“ und „netzwerk“ manchmal noch nicht so richtig gelebt werden.

Was meint Ihr? Habt Ihr weitere Beispiele?

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Nachtrag: Über die Bedeutung des ersten Followers berichtet dieses Video.

Tourismuscamp 3 – 2010

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Dieses Jahr gab es zum dritten Mal das Tourismuscamp in Eichstätt. Im ersten Jahr ist es recht improvisiert gestartet in der Uni von Eichstätt und keiner hat so richtig gewusst, wie es geht und was man macht. Es gab Versorgungsprobleme und man wusste nicht so richtig, wie miteinander umgehen Im zweiten Jahr gab es eine Lounge und mehr Sessionräume, eine live-Übertragung mit Mikrofonen für die Fragenden, viel mehr zu Essen und eine Twitterwall. Und im dritten Jahr?

Parallel zum Tourismuscamp gibt es jede Menge Barcamps und Spezialcamps und die haben auch alle mal klein angefangen wie zum Beispiel das Barcamp Klagenfurt. Allerdings haben sich diese anderen Barcamps inzwischen sehr viel weiter entwickelt.

Rainer Edlinger hat es vorgemacht mit dem Castlecamp in Kaprun, wie wichtig das Ambiente und das Umfeld eines Barcamps für die kreativen Ideen der Teilnehmer ist. Klagenfurt hat es aufgegriffen und im nächsten Jahr die Sessions aus den Hörsälen verlegt in kleine Seminarräume mit Atrio. Der Flur wurde enorm aufgepeppt mit Sofas und Blumenkästen.

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So enstehen Ideen, so kann man sich auch außerhalb der Sessions austauschen und Projekte entwickeln. Mit dem Almcamp haben wir es auf die Spitze getrieben: Das one-location-barcamp als Think-Tank.

Und in Eichstätt? Das Tourismuscamp ist stehen geblieben. Kalte und nackte Hörsäle mit festgeschraubten Stühlen und Tischen (außer in Raum B).

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Eine Teilnehmerliste sortiert nach Branchen (entspricht nicht den Regeln eines Barcamps, da der Zugang für möglichst alle ohne Hindernisse gegeben sein soll). Am Ende wurde diese Liste auch wieder umgeworfen und es gab jede Menge no-shows. Der Barcamp-Gedanke blieb hier leider auf der Strecke. Es gab viel zu viele Teilnehmer, die mit Barcamp nichts anfangen konnten, zu viele Präsentationen statt Sessions und wenn es eine Diskussion gab, haben immer die gleichen alten Hasen diskutiert, die anderen haben sich überhaupt nicht eingebracht. Das Ambiente war extrem nüchtern. Dass es keine extrem stylische Umgebung braucht und neueste Technik zeigen deutlich das Barcamp Traunsee und das bereits erwähnte Almcamp. Es muss auch nicht teuer sein, aber inspirierend.

Ich habe am Wochenende zu oft gehört: „das werde ich Ihnen nicht sagen!“ Das ‚Sie‘ geht nicht auf einem Barcamp (Stichwort Barrieren) und das Wissen zurückhalten geht überhaupt gar nicht auf einem Barcamp. Wer nicht gewillt ist, sein Wissen zu teilen und auch über seine Fehler zu berichten, soll weiter zu Kongressen und Konferenzen gehen!

Die Versorgung trotz der enormen Sponsorengelder ließ zu wünschen übrig. Um 15 Uhr gab es am Samstag kein Wasser mehr, nur Bier und zuckerhaltige Getränke. Da hätte man ja wenigstens Krüge mit Leitungswasser hinstellen können… Nicht falsch verstehen! Ich gehe nicht auf ein Barcamp, um mich dort verwöhnen zu lassen, aber das Catering und das Ambiente machen sehr viel aus, will man etwas bewegen oder etwas Neues kreieren. Und jeder weiß, dass das Gehirn Flüssigkeit braucht, um zu funktionieren; am Besten Wasser!

Kein Wunder, dass man in den Berichten über Tourismuscamp 3 so oft liest ’nichts Neues‘. Auch für mich gab es diesmal nicht viel Neues. Viele Sessions waren exakte Wiederholungen vom Castlecamp und ich hatte mehrmals deja vus. Es gab keine Startup-Vorstellung. Neue Ansätze waren bestefewo.de und das österreichische Pendant und die Flugsuche per twitter.

Für mich hat es sich, wie für viele andere auch, gelohnt, sich abseits der Sessions mit anderen auszutauschen und Ideen zu entwickeln. Ich möchte ganz besonders allen danken, die sich in der kleinen spontanen Arbeitsgruppe ‚Alcamp‘ engagiert haben und dort Ihr gesamtes Fachwissen eingebracht haben. Danke Euch!

Bitte fürs nächstes Jahr für Tourismuscamp 4 andere Räumlichkeiten finden, für Freitag Abend eine Location mit WLAN,  bitte eine Garderobe einrichten und bitte wenigstens für ausreichend Wasser sorgen! Tipps für die Orga gibt es hier.

Hotelsuche Teil 2

Es geht weiter mit unserer Hotelsuche. Gestern erreichte mich doch tatsächlich von einem Hotel diese E-Mail:

Am 19. November bereits sendeten wir Ihnen untenstehendes Angebot für Ihren geplanten SKI Urlaub 2009/10 auf Grund Ihrer FERATEL Anfrage zu.

Leider haben wir bis heute immer noch nichts von Ihnen gehört.
Sie haben uns den Erhalt unserer Mail zwar gleich bestätigt aber sonst haben wir bis heute leider noch nichts von Ihnen gehört.
Daher dachten wir uns wir melden uns einfach nochmals bei Ihnen.

Möglicherweise hatten Sie noch keine Zeit, oder haben unser Angebot versehentlich gelöscht.

Daher würden wir Sie bitten uns kurz zu Antworten wie es mit Ihren Urlaubsplänen steht –
Ja – Nein – weitere Fragen?
können nicht verschieben
möchten gerne Angebot für anderen Termin –
vielleicht ein andermal ?
bitte ganz DRINGEND antworten DANKE — wenn Sie möchten rufen wir Sie auch gerne zurück um weitere Details zu besprechen.

Okay eine Anfrage hatte ich online gestellt, aber wer hat was von Skiurlaub gesagt? Und ich habe einen E-Mail erhalt bestätig, nicht dass ich wüsste. Und die erste E-Maill besagte, dass sie zu meinem Wunschtermin ausgebucht wären. Vielleicht hatte ich mich deswegen nicht gemeldet????….. Und das ‚ganz DRINGEND‘ geht ja schon mal gar nicht.

Also dieses Hotel hat sich ja jetzt richtig unbeliebt bei uns gemacht.

Erfahrungsbericht: Hotelsuche

Nach der Hauptsaison wollten wir ein paar Tage wegfahren zum Ausspannen. Den Termin schoben wir immer weiter vor uns her und jetzt liegt unser Wunschtermin an Silvester. Egal! Wir suchen ein Hotel. Natürlich über Social Media und übers Internet. Ort ist egal. Hauptsache nicht zu weit weg und die Bedingungen sind überschaubar: Ruhige Lage, Nichtraucherbereich und Sauna. Mehr nicht!

Über Twitter gab es keine Hinweise, aber auf facebook kamen einige Reaktionen, nachdem ich auch auf den Fanpages von Salzburg und Salzburger Land nach Tipps gefragt hatte.

Ein Hotel hat sich direkt gemeldet, aber gleich eine lange Latte an AGBs angehangen. Fand ich nicht so nett als erste Kontaktaufnahme.

Und es hat sich auch ein Tourismusverband gemeldet. Unter den Menupunkten „in der Hotelsuche unter Urlaubsplaner > „Online Anfrage“ könnte ich meine Anfrage platzieren. Nun gut. Auf zur Seite salzburgerland.com aber wo ist die ‚Hotelsuche‘?

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Unter der Überschrift ‚Hotel buchen‘ gibt es ein Eingabefeld. Flugs meine Daten eingegeben… Oooooch! Fehlermeldung:

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Geht nicht mit Safari…

Nun gut. Das ganze noch mal im Firefox und dann erhalte ich 189 Treffer. Aber wo ist der Filter? Ich werde sicher nicht 189 Häuser anklicken und nachschauen, ob die Sauna haben und ruhig liegen…

Der Tourismusverband hilft per E-Mail und schickt einen Screenshot.

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Aha! Interessant. Ich lese von links nach rechts und bis ich diesen kleinen Punkt (der dritte unter dem blauen Reiter) entdeckt hätte, wären viel zu viel Zeit vergangen. Nun gut. Und wie komm ich da jetzt hin? Irgendwann raff ich, dass ‚Hotel Buchen‘ keine Überschrift ist sondern ein Menupunkt. Und dann erscheint auch die Online-Anfrage.

Ich gebe meine Daten ein. Lasse die Kategorie und Ort offen. Ich kann mir maximal 20 Angebote per E-Mail zuschicken lassen.

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Okay! Aber eine Zeile darüber gibt es noch den Punkt ‚Ausstattung‘ geht ein Fenster auf mit einer Riesenliste.

Gefühlte 250 Dinge kann man da ankreuzen. Ich wähle ‚ruhige Lage‘, ‚Nichtraucherbereich‘ und Sauna. Unter Schritt 3 noch schnell meine Kontaktdaten eingetragen und abgeschickt.

Nach wenigen Minuten kommt schon die erste E-Mail. Von einem Bauernhof. Ohne Sauna! Ich frag zur Sicherheit noch mal nach. Nein, sie haben keine Sauna.

Und dann gings los. Inzwischen sind 49 E-Mails bei mir eingetroffen. 4 Betriebe teilen mir mit, dass sie voll belegt sind oder Betriebsurlaub haben. Zwei weitere bieten mir gleich mehr Nächte an, als angefragt. Die wenigsten haben Sauna!

Bei einigen Antworten hätte man sich doch etwas mehr Mühe geben können

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und vielleicht auch mal einen Absatz einbauen:

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Und dann kommts. Die 72 Stunden, die meine Anfrage laufen sollte sind um und es melden sich die Tourismusverbände. 33 E-Mails bekomme ich mit dem Inhalt, a) dass sich niemand auf meine Anfrage gemeldet hat

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oder b) dass sich das Hotel XY gemeldet hat.

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Punkt b) stimmt nur bei einigen. Von einigen Häusern ist keine Mail bei mir angekommen. Auch nicht im Spam-Ordner. Aber es ist ja ein Link dabei. Nur der Link führt drei Mal zu einer Fehlermeldung

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Eine E-Mail von einem Tourismusverband ist komplett leer.

Ein Tourismusverband hat mir eine pdf-Liste mit Häusern zusammen gestellt. Ich habe aber keine Lust diese Liste abzuarbeiten, ob die Häuser eine Sauna haben und Nichtraucherbereich…

Und dann – tataaaa! – kam zu allem Überfluss heute von einem Tourismusverband per Schneckenpost ein Haufen Papier. Nein, ich will keinen Katalog durchblättern!!! Ich habe eine online(!)-Anfrage gestellt.

Fazit:

Social Media funktioniert bedingt. Ohne facebook hätte ich die Anfrage nicht gestellt. Die Anfrage selber funktioniert nicht. Ich will keine Antwort von besetzten Häusern und ich will keine Antwort über einen anderen Zeitraum. Die Nachrichten vom Tourismusverband, dass sich kein Haus gemeldet hat interessieren mich auch überhaupt nicht. Und vor allem frage ich mich, wozu ich diese ellenlange Liste durchgehe und Dinge ankreuze, wenn sie bei der Beantwortung überhaupt nicht beachtet werden.

Ach ja! Wir suchen immer noch. Ein kleines Hotel, ruhige Lage mit Nichtraucherbereich und Sauna für Silvester, 3 Nächte. Weiß jemand was?……

Eine Woche Skiurlaub…

wäre ja super! Eine Woche Skiurlaub in Zell am See-Kaprun wäre noch besser!

Hiermit bewerbe ich mich also für den Blogger-Job!

Eine Woche Skifahren und darüber bloggen. Ganz schön anstrengend. Aber einer muss es ja tun!

Warum bin ich die Richtige?
Ich bin Bloggerin aus Leidenschaft. Hatte einige Jahre einen Büroblog und blogge täglich über meine neue Wahlheimat das Lieser- und Maltatal und habe auch noch hier diesen privaten Blog. Und jetzt kommt das ganz große Geständnis: Ich kann nicht skifahren. Ich würde also diese Woche in Zell am See Kaprun, dazu nutzen, es zu lernen. Der sogenannte Idiotenhügel hat mir bei meinem letzen Aufenthalt schon sehr gut gefallen. Schön flach und unglaublich breit…

Mitbringen würde ich mein Laptop, meine Digitalkamera und meine Videokamera. Es gäbe also einen täglichen Bericht in Wort, Bild und bewegtem Bild. Vorausgesetzt das Hotel und mein Zimmer (!) hat WLAN. (kleiner Witz am Rande)

Nun zur Anreise. Per Ballon wäre super!!! Nein, Spaß beseite. Wahrscheinlich kommt nur der Zug in frage. Oder gibt es einen Flug von Klagenfurt nach Salzburg? Da Salzburg andererseits ähnlich weit entfernt ist wie Klagenfurt,  käme auch ein Rundflug über den Salzburger Flughafen in Betracht…

Na gut! Dann Zug! Das wird eine halbe Weltreise. Da könnte man schon alleine über die Anreise ziemlich viel bloggen, glaube ich, weil ich doch durch den Tunnel bei Mallnitz fahren würde. Sehr spannend! Kann man im Tunnel bloggen?? Oder überhaupt während der Zugfahrt??

So, jetzt habe ich hier genug herumgebloggt. Überlegt es Euch und sagt mir bescheid, wenn ich den Job habe!

Castlecamp 2009

Das Castlecamp 2009 in Kaprun ist vorbei. Was hat es diesmal gebracht?

Im Vorfeld habe ich mich schon sehr gefreut, nach Kaprun zu fahren. Einmal, um „alte“ Bekannte wieder zu treffen und zweitens, um Menschen zu begegnen, die ähnlich denken. Natürlich war ich auch wieder sehr gespannt, was es Neues gibt in Sachen Tourismus und Internet.

Schon der Freitagabend brachte wieder einen regen Austausch an Ideen und Projekten. Leider hat das versprochene Internet nicht funktioniert. Man hätte WLAN-Zeit kaufen können, aber auch die Codes haben nichts gebracht.uk Komisch eigentlich, waren die Macher dieses Hotels doch letztes Jahr auf dem Castlecamp…

Am Samstag ging es dann richtig los. Die Burg, wie beim ersten Mal eine perfekte Location. Der „Rittersaal“ ein wunderbares Zentrum, um anzukommen, sich und seinen Rechner einzurichten, Leute zu begrüßen, einen Kaffee zu trinken. Das WLAN funktionierte absolut problemlos – Rechner öffnen und loslegen – so muss es sein! Aufgefallen: Die 100 gemeldeten Teilnehmer waren nicht alle da!!!

Die Sessionplanung war diesmal sehr interessant. Obwohl es zwei Räume gab, traute sich niemand einen parallel-Slot zu belegen. Die Themen waren einfach so spannend, dass man nichts verpassen wollte. Einige Mutige haben dann doch eine Session in Raum B eingetragen. Ich hoffe, die Sessions werden als Video abrufbar sein.

Die Sessions:

Augemented Reality

Darüber hatte ich im Vorfeld schon viel gehört und hatte mir auch zu diesem Thema eine Session gewünscht. Was ist das? Was kann man damit machen? Wie kann man es im Tourismus einsetzen?
Augmented Reality heißt ‚erweiterte Realität‘ und es sind Anwendungen auf smartphones (oder nur auf dem iphone?). Halte ich die Kamera meines iphones auf ein Gebäude, werden mir durch die Applikation Zusatzinformationen auf dem Display eingeblendet. Das können historische Daten zu dem Gebäude sein, dann können aber auch Maklerinformationen sein (das Büro im dritten Stock ist zu vermieten). Es gibt wohl schon einige Anwendungen, so z.B. Cafés mit WLAN, oder Twitterer in Deiner Nähe…

Wir haben uns einiges angeschaut und diskutiert und überlegt, wie man so etwas einsetzen könnte:

Wikitude – Video bei youtube
Die geogetaggeden Informationen kommen dazu alle aus Wikipedia. Funktioniert wohl nur beim iphone 3gs

Locata: Der Gast erhält im Tourismusbüro ein Gerät mit Informationen zu Sehenswürdigkeiten in der Region. Nachteil: Gerät hat nicht gut funktioniert, man muss das Gerät abholen und zurück bringen und evtl. eine Kaution bezahlen. Idee: Die Gäste laden sich die Information auf ihr eigenes Gerät: Nachteil: Wer stellt die Informationen bereit? Ist meine Region bei den üblichen Plattformen gut vertreten? (z.B.Wikipedia)

Erwähnt wurde ein Beitrag von Klaus Eck, dass der User auch durchaus Brandcontent erhalten möchte (Ich hoffe, es ist der richtige Artikel, erwähnt wurde der 4. September)

In diesem Zusammenhang wurde auch die eFitness-Initiative erwähnt. Bei einer Reihe von Seminaren, kann man lernen für Social Media Plattformen oder andere Informationsplattformen zu formulieren.

Weitere Anwendungen:
Qype Radar
Layar
lastminute.com
mobido

Dazu kam die Frage: Nutzen im tourismus??? – Mobilanwendungen nur bei 4 – 5 % der Nutzer – Zusatznutzen??

Alpen Ranger in Berchtesgardener Alpen: Gerät wird beim Eingang zum Nationalpark ausgeteilt. Informationen sind  mehrsprachig!

QR-Schnitzeljagd im Salzkammergut: QR-Code Reader muss installiert werden. Internetzugang erforderlich. Problem: Roamingkosten

Trainingsszene.at: Vorgegebene Laufstrecken per GPS-tracken – Laufcup-Wettbewerb.

iphone-App Oberbayern: kostet 3 Euro, hatte bereits 2.500 Downloads

Dazu dann die Frage: Was soll eine DMO iphone-App können?

Fazit: In der Kürze der Zeit konnte man dieses Thema nur kurz streifen. Auf jeden Fall muss der User sein eigenes Gerät nutzen können. Problem zur Zeit: die Roamingkosten

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Erlösmodelle von Communities (in Stichworten)

Communities müssen online und offline verbreitet werden, um Nutzer zu finden

Nutzen finden für beide: User und Firma

Beziehungen aufbauen zwischen Kunde und Unternehmen

Gespräche mit dem Nutzer – nicht primär über das Produkt

kommunikationsgetriebene communities vs. contentgetriebene c. 0,1 % schreiben 99,9 % lesen

Wie schafft ein Leistungsträger es in einer community möglichst oft sichtbar zu sein??? sichtbarkeit und content

These: PR funktioniert nicht mehr

facts, stammdaten müssen von dmo geliefert werden – zusätzlicher content muss vom user kommen

kunde muss über Unternehmen schreiben

eigene community aufbauen oder bestehende nutzen?? Bestehende Nutzen. Bis man relevante Nutzerzahlen erreicht hat, dauert es.

communities funktionieren nicht für dmo‘s – thema urlaub ist nicht ganzjährig gleichmäßig relevant

Begeisterung für zwei Themen schwierig (ski fahren in zell am see) wahrscheinlich nur ski fahren

Geschäftsmodell:

SEO-Modell zB. DMO – über Themen „wandern in den Bergen“ möglich über communitiees (google search ‚wandern zell am see‘ irrelevant

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Marke – ein Auslaufmodell?

Österreich: Natur, Kultur, Brauchtum – gemeinsamer Nenner: Kombination der verschiedenen Themen : Markenkern: „inspirierende Rekreation“

Südtirol: alpin und mediterran – verläßlichkeit und inspiration 
Spot (?) Südtirol ist der Konkurrenz drei Jahre voraus (aus Budgetgründen) seit Markenaufbau Preisniveau um 13 % gehoben.

Wanderdörfer: Unterscheidung zwischen Logo und Inhalt ist schwer. Symbol gestalten mit Bedeutung. Bedeutung kommt durch Werte. Orientierungsrahmen nach Innen – 5 Faszinatonsfelder z. B. Regeneration ‚wo geht die Erholung hin‘ evident based. Leuchtturmprodukte ‚Paradies der Blicke‘

Internet braucht Marken – als Symbole

Marke ist auch ein Versprechen. Das muss auch von den Anbietern und Mitarbeitern eingelöst werden. Kaskadieren.

Marke entsteht im Kopf des Konsumenten. In zwei Sekunden müssen Bilder entstehen.

nicht wandern, radfahren sondern das Besondere – der inspirierende Moment

Gemeinsamer Claim: wir sind vielfältig!!! :-))

Topdown Marken-Steuerung ist tot!

Wertemarketing ist im tourismus nicht möglich, weil man nicht alle Menschen in österreich rekrutieren kann.

Marke wird zunehmen irrelevanter.

Marke soll Orientierung stiften.

bekannt sein oder begehrenswert sein???

Marke gibt Sinn und definiert Zugehörigkeit.

Marke kann nicht gegen die Gespräche der Menschen angehen

Fazit: Die Marke ist tot – es lebe die Marke :-))

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Newsletter-Marketing

Stammkunden halten ist einfacher als Neukunden zu gewinnen.

Infotainment

Event-Tipps: Wohin am Wochenende?

Produkte vorstellen

Fazit: Jeder sollte mal nachschauen: was für ein Potential habe ich in meinem E-Mail Verteiler??

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Crowdsourcing

Partizipation, Authentizität, Kommunikation, Transparenz

Beispiele:
Tchibo ideas: community generated innovations
Internet mit realem Leben verbinden ‚Tasche wandern lassen‘ (hab hier leider keinen Namen)

lebt durch Mundpropaganda

kann ein SEO-Tool seinit

Fazit: Es funktioniert nicht von allein und muss gut geplant und betreut sein.

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Die Stichworte, die ich hier aufgelistet habe, spiegeln Beiträge in den Diskussionen. Fazit insgesamt ist: Jeder pickt sich, dass für ihn brauchbare heraus und muss seine eigenen Meinung und seine eigene Einstellung finden. Nicht jeder Trend eignet sich für jedes Unternehmen, DMO oder Gast/Kunde. Die Vielfalt machts!

Zu den anderen Sessions gibt es die Folien im Wiki vom Castlecamp und auch Berichte von anderen Teilnehmern.

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Danke an Rainer Edlinger für die Organisation und danke an alle Sponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Almstudio hat sie alle aufgelistet mit Link.

Ich habe wieder viele Anregungen mitgenommen und mir tat es gut, von Menschen umgeben zu sein, die auch Vordenker sind und sich was trauen. Das gibt Kraft, wenn man dann wieder zurück kommt ins Tal, wo „Touristiker die Zeit verschlafen“ wie Bauer Heinrich es so schön ausgedrückt hat.

Das nächste Barcamp ist das Almcamp im Maltatal. Das nächste touristische Camp ist das Tourismuscamp in Eichstätt.

10 Tipps für Hoteliers

Die folgenden Tipps für Hoteliers sind rein subjektiv und während einer Woche Urlaub im Wellness-Hotel entstanden.

Tipp 1: Zwei Schlüssel für ein Doppelzimmer

Warum bekommen wir so oft nur einen einzigen Schlüssel für ein Doppelzimmer? Liebe Hoteliers, es kommt durchaus vor, dass Paare nicht alles gemeinsam unternehmen. Und wenn Ihr zwei Schlüssel auf Anfrage rausgebt, dann wäre es wünschenswert, dass man die Zimmertür von außen schließen kann, wenn innen der Schlüssel steckt.

Tipp 2: Frühstücksteller in verschiedenen Größen

Ich wünsche mir, Frühstücksteller in verschiedenen Ausführungen. Wenn es nur Dessertteller gibt, dann brauche ich davon mindestens zwei: Auf einem liegt das Brötchen oder Brot und die Auflage und auf dem anderen bereite ich mein Frühstück zu. Nur große Teller auszugeben, finde ich auch unpraktisch, wenn ich zum Beispiel nur eine Kleinigkeit vom Buffett holen will, wie etwas Rührei oder ähnliches.

Tipp 3: Wassergläser

Wenn zum Frühstück direkt ein ganzer Wasser- und Saftbrunnen bereit steht, dann stellt doch bitte gleich Wassergläser dazu, nicht nur diese kleinen Weinprobengläschen. Damit muss man mehrmals laufen, bzw. ich habe dann gleich zwei mit Orangensaft mitgenommen. Das ist eigentlich auch unnötige Geschirrverschmutzung. Stellt doch auch hier verschiedene Größen an Gläsern bereit. Der Eine will morgens nur einen Schluck Saft und der andere braucht gleich einen halben Liter.

Tipp 4: Saugt erst, wenn das Frühstück beendet ist

Wenn Ihr bis 10.30 Uhr Frühstück anbietet, dann saugt bitte nicht schon den Frühstücksraum um 9.45 Uhr. Ich will wirklich nicht im Urlaub während meines Frühstücks mit Staubsaugergeräuschen traktiert werden oder anderen Aufräumarbeiten (s.u.)

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Tipp 5: Zimmerservice nach den Frühstückszeiten richten

Auch hier gilt: Wenn Ihr Frühstüch bis 10.30 Uhr anbietet, dann sollte der Zimmerservice nicht schon um 8 Uhr Einlass begehren. Und es nutzt auch nichts, das Schild „Bitte nicht stören“ herauszuhängen, wenn der Staubsauger dann rhythmisch gegen die Zimmertür knallt, weil schon mal der Flur gesaugt wird. Der Zimmerservice im Zimmer nebenan oder gegenüber ist auch unüberhorbar.

Tipp 6: Namen merken

Wenn Gäste eine ganze Woche vor Ort sind, immer denselben Tisch haben (weil zugewiesen) und immer dieselbe Bedienung, dann könnte man sich doch die Namen merken und diese ab und zu mal in ein Gespräch einfließen lassen!!

Tipp 7: WLAN gratis

Dazu ist im Web schon so viel geschrieben worden. Bietet das WLAN gratis an. Ich akzeptiere auch täglich ein neues Passwort oder sonstige Sicherheitsmaßnahmen, aber ich zahle keine 3,50 Euro für eine halbe Stunde Internet.

Tipp 8: Saunatücher in der Sauna auslegen

Wenn ein Wellnesshotel mit seiner riesigen Spa-Abteilung wirbt, dann besteht die Gefahr, dass der Gast diese auch nutzt. Wenn ich den ganzen Tag in diversen Saunen, Dampfbädern, Pools und anderen Anwendungen verbringe, sind die beiden ausgegebenen Sauntücher bereits mittags nass. Entweder bietet Ihr die Möglichkeit, diese Saunatücher zwischen den Saunagängen auf einem dafür geeigneten Gestell zu trocken (wie in öffentlichen Saunen oft angeboten) oder Ihr legt die Saunatücher zur freien Entnahme in der Sauna aus. Ich hätte die nassen Tücher auch gerne im Spabereich am Ende meiner Anwendungen entsorgt, anstatt sie nass auf den Zimmerboden zu werfen, damit sie am nächsten Tag vom Zimmerservice ausgetauscht werden.

Tipp 9: Filzer unter den Balkonmöbeln

Ein Balkon am Hotelzimmer ist etwas feines. Balkonmöbel auf dem Balkon auch. Die Geräusche, die entstehen, wenn diese Balkonmöbel auf den Fliesen der Balkone hin und her geschoben werden sind allerdings sehr unschön und vor allem Schlaf raubend. Kleine Filzkleber unter den Füßen von Tischen und Stühlen sollten Abhilfe bringen.

Tipp 10: Karaffen für Wasser

Wenn Ihr in Eurem Haus, Wasser aus einer Quelle oder Granderwasser kostenlos für Eure Gäste bereit haltet, dann stellt doch Karaffen und Gläser bereit, so dass die Gäste sich selber bedienen können. Es ist komisch dieses Wasser beim Kellner bestellen zu müssen, wenn es dann sowieso nicht verrechnet wird.

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Ich weiß, dass es für viele Punkte sicher Gründe gibt, warum etwas so oder so gemacht wird, aber bei vielen Punkten ist es vielleicht einfach nur die Betriebsblindheit. Und diese Liste ist meine ganz persönliche Wunschliste. Vielleicht haben andere Gäste die gleichen Wünsche, vielleicht auch nicht…

Blogparade: Wandern

Es gibt eine neue Blogparade zum Thema „Wandern“

Mein Beitrag dazu ist dieses Bild:

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Es wurde aufgenommen am 31.10.2005 am Kamplnock (2101m)  in Kärnten. Die Wolkendecke lag bei 1800m. Der Aufstieg hat sich gelohnt, finde ich!

Es sind diese Momente, die das Wandern ausmachen!

Ballonfahrt

Nach einer schlaflosen Nacht und viel hin- und her überlegen, habe ich mich dann doch dazu durchgerungen mit dem Ballon mitzufahren. Ich war sehr aufgeregt, habe kaum etwas gegessen und immer wieder überlegt, wie das wohl sein wird so hoch oben. Vor allem, weil ich am Vorabend die Bilder von Elisabeth gesehen hatte und sie geschrieben hatte, dass 4150 m ganz schön hoch sind. Aber dann kam die Nachricht, dass das Ballonfahrer erst einmal verschoben ist, aufgrund der Wetterbedingungen. Alle Aufregung umsonst???

Wir sind dann zum Flughafen gefahren und tatsächlich kam die Sonne raus. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit und ungewisser Warterei war dann klar: Wir starten. Eine kurze Autofahrt zum Startplatz, die Verteilung auf die Ballons, die schon vorbereitet wurden

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und dann hieß es auch schon eisteigen. Der Pilot gab uns einige wichtige Verhaltensweisen mit auf den Weg und kurz darauf hoben wir ab.

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Es war anfangs schon ein sehr mulmiges Gefühl, so ganz ohne Sicherheitsgurt und Metallhülle einfach so im Freien zu stehen und in die Luft zu gehen. Aber nach wenigen Minuten und ein paar tiefen Atemzügen begann der Genuss.

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Es gibt so unglaublich viel zu sehen da oben. Leider kannten wir die Gegend überhaupt nicht und konnten uns deshalb nicht an den Diskussionen beteiligen, wie welcher Berg heißt und welcher Ort gerade unter uns liegt. Aber egal. Der Ausblick ist auf jeden Fall atemberaubend.

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Das Wetter hat mitgespielt, unsere Mitfahrer waren sehr lustig drauf, obwohl der mitreisende Winzer vergessen hatte, den Wein mit an Bord zu nehmen…

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Anfangs fragt man sich noch, wie man über diese Gipfel kommen soll, aber anhand der anderen Ballone sieht man, wie schnell man aufsteigen kann. Im eigenen Ballon empfindet man kaum die Geschwindigkeit. 

Und dann hieß es auch schon, wir sinken. Unglaublich, wie da oben die Zeit vergeht. Viele Ballone suchten eine Landeplatz in Mittersill neben der Salzach,

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aber wir steuerten auf einen Hang zu. Aber da war auch ein Weg! Und auf dem sollten wir landen?? Haben wir! Unglaublich aber wahr.

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Mit der Landung ist es aber noch nicht getan. Der Verfolger muss den Ballon auch finden oder in unserem Fall, die Einfahrt zu dem Weg, auf dem wir gelandet sind und dann muss der Ballon ja auch wieder verpackt und abtransportiert werden. 

Zwei Männer mussten erst einmal den Ballon sichern und in Richtung Hang ziehen.

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Dann musste die Lauft raus und die Ballonhülle verpackt werden.

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Dann musste der Anhänger rangieren und dafür musste der Weg kurzfristig von dem Korb befreit werden. Gut, dass so viele starke Männer dabei waren.

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Gut! Der Wagen hat Platz genug!

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Dann ging es wieder zurück zum Flughafen und dort gab es endlich ein Klo, was zu Trinken und was zu Essen und ganz wichtig: Die Adelsstanderhebung!

Ganz viele Bilder gibt es bei mir in der Bildergalerie und noch mehr Bilder und natürlich den Videobericht gibt es bei Almstudio.

Und die Balloon Trophy gibt es nächstes Jahr sicher wieder in Zell am See-Kaprun!