Almcamp 2010 und die Zukunft

Nach dem unglaublichen Erfolg vom Almcamp 2009 waren die Erwartungen natürlich extrem hoch. Würde das Almcamp wieder genauso gut verlaufen, wie im Jahr davor? Ja, es war wieder genau so intensiv wie beim ersten Mal. Ich persönlich fand 2010 noch viel intensiver, weil ich sehr viele Gespräche führen durfte, die alle sehr offen und ehrlich waren. Vielen Dank allen meinen Gesprächspartnern an diesem Wochenende.

Mehr Artikel über das zweite Almcamp kann man hier lesen. Und hier sind auch alle Sessions aufgeführt, für alle, die leider nicht dabei sein konnten.

Wie geht es nun weiter?

Wir haben ja beim diesjährigen Almcamp angekündigt, dass wir die Organisation für 2011 nicht mehr übernehmen. Dies hat gleich mehrere Gründe, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte. Trotzdem fänden wir es aber sehr schön, wenn das Format „Almcamp“ bestehen bleiben würde. Ob es 2011 wieder am Maltaberg stattfindet, aber von einem anderen Organisationsteam vorbereitet wird, oder ob es vielleicht mal den Ort wechselt ist dabei egal.

Wir werden ein eventuelles neues Orgateam gerne unterstützen und werden auch die Hardware – soweit sie zum Almcamp gehört – selbstverständlich zur Verfügung stellen.

Sollte es Ideen geben, das Almcamp an einen anderen Ort zu verlegen, so gibt es ein paar wesentliche Merkmale, die das Format ausmachen und die auch weiterhin bestehen bleiben sollten:

– One Location Barcamp
– Keinerlei Ausweichmöglichkeiten
– Wunderschöne Natur
– Traditionelle Almverköstigung
– Barrierfreiheit

Diese Punkte machen das Almcamp aus: Alles findet in einem einzigen Raum statt und weit und breit gibt es keinerlei Ablenkung. Niemand kommt auf die Idee, das Camp abends zu verlassen und noch in eine Bar zu gehen oder die Wellnessabteilung des Hotels zu nutzen. Die Natur ist so überwältigend, dass man aus seinem Alltagstrott herausgerissen wird. Die Wechselwirkung zwischen der Umgebung und den Themen der Sessions ergibt eine sehr eigene intensive Stimmung. Die begrenzte Teilnehmerzahl führt zu einer familienartigen Struktur und es herrscht ein allgmeines Geben und Nehmen und ein sehr offener ehrlicher Austausch. Das Catering mit rustikalen Almprodukten trägt dazu bei, den Alltag hinter sich zu lassen und die gemeinsame Einnahme von Frühstück, Mittag und Abendessen verstärkt das Gemeinschaftsgefühl noch einmal beträchtlich.

Der Ruf nach einer neuartigen Form für Barcamps wird immer lauter. Oft waren die Teilnehmer unzufrieden, dass zu viele ‚anonyme‘ Beobachter auf Barcamps auftauchten, nur um Informationen aufzusaugen. Auch Ritchie Pettauer beschäftigt dies in seinem Rückblick auf das Almcamp 2010. Ob das Format „Almcamp“ die neue Form für zukünftige Barcamps sein kann, wird sich zeigen.

Es wird auf jeden Fall nicht so einfach, einen Ort für ein solches One-Location-Barcamp zu finden. Wir stehen jederzeit gerne für Auskünfte zur Verfügung, falls jemand ein solches Barcamp organisieren möchte.

Hier hatte ich auch schon einmal geschrieben, wie man ein Almcamp organisiert.

Ich hoffe sehr, wir sehen uns auf einem Almcamp 2011!!

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Nachtrag: Markus hat mich in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass Barrierefreiheit natürlich auch ein wesentliches Merkmal vom Almcamp ist. Ich habe den Punkt oben in der Aufzählung nachträglich ergänzt.