Wofür ich ein online-Video gebrauchen könnte

Der diesjährige eDay am 4. März dreht sich um das Thema „online-Video“. Deswegen hat Ritchie Pettauer auf seinem Blog „Datenschmutz“ dazu aufgerufen, sich einmal Gedanken zu machen, wofür man ein online-Video über das eigene Unternehmen verwenden könnte. Eine sehr interessante Frage!

Ich habe zwar selber schon 63 Videos für mein online-Magazin „So Isses“ online gestellt, aber über mich und mein Ein-Personen-Unternehmen gibt es so etwas nicht. Dabei wäre es eine tolle Sache. Immer wieder werde ich gefragt, wie ich das mache mit „So Isses“, was es genau ist, wie es funktioniert und wie es finanziert wird. Ein Video über mich und „So Isses“ könnte alle diese Fragen beantworten. Es könnte mich bei der Arbeit zeigen und das online-Magazin erklären. Und vielleicht würde es auch Sponsoren überzeugen können, „So Isses“ zu unterstützen oder den ein oder anderen Unternehmer dazu bewegen, auf der Plattform eine Einschaltung zu machen.

Ganz klar! Ich brauche so eine Video-Visitenkarte! Sofort! Und da ich dieses Video nicht selber machen kann (man kennt ja das Beispiel mit dem Friseur und dem schlechten Haarschnitt) muss ich dieses Video gewinnen!!!

Gedanken über Social Media

Social Media ist in aller Munde und die Twitter-Accounts und Facebook-Fanpages mit entsprechenden Gewinnspielen sprießen wie die Pilze aus dem Boden. Aber wo bleibt das Soziale Netzwerken im Sozialen Netzwerk?

Hier ein paar persönliche Erfahrungen von mir aus der letzten Zeit:

Keine Antwort auf Twitter-DM:

Für meine Eltern suche ich zur Zeit in einem bestimmten Gebiet eine Ferienwohnung. In dem Zielgebiet gibt es ein twitterndes Ferienhaus. Was liegt näher als flugs eine DM schreiben und ein paar Fragen zum Haus stellen?

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Wie man sieht am 7. Februar um 15 Uhr abgeschickt. Bisher habe ich keine Antwort erhalten, obwohl in dem twitter account weiter gepostet wird…

Keine Antwort auf Facebook-Fanpage:

Ich bin Fan der Firma Ja!Natürlich auf facebook. Und habe dort  am 26 Januar eine Frage zu deren Produkten gepostet:

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Wie man sieht habe ich noch zwei mal selber kommentiert, um jemand auf mich aufmerksam zu machen. Es wird dort fleißig geschrieben und für Ja!Natürlich Werbung gemacht, aber meine Anfrage wird bis heute geflissentlich ignoriert…

Gewinn für x-ten Fan:

Ich ärgere mich darüber, wenn der x. Fan etwas gewinnt, wie in diesen beiden Fällen hier:

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Natürlich habe ich das auch entsprechend auf den Fanseiten kommuniziert. Hier und hier.

Im zweiten Fall hat man meine Anregung aufgenommen und den Fan der ersten Stunde auch bedacht. Das finde ich schon mal super!

Wenn es nur um den x. Fan geht, dann kann ich ja nicht mehr Fan sein und im richtigen Moment Fan werden, damit ich den Gewinn bekomme. Wenn ich nur den einen mit einem Gewinn belohne, dann schätze ich nicht die anderen Fans, die ja auch für mich Werbung machen und dafür sorgen, dass Leute bei mir Fan werden. Warum nicht den aktivsten Fan belohnen? Der, der in dieser Woche die meisten Fotos, Texte, usw. eingestellt hat? Warum nicht den Schi-pass unter allen Fans verlosen, wenn eine magische Zahl erreicht wird? Das gleiche gilt, für Gewinnspiele, wo zu einer bestimmten Uhrzeit ein Kommentar abgegeben werden muss. Oder die ersten fünf Kommentare gewinnen. Damit schließe ich soviele Fans aus.

All diese Beispiele zeigen mir, dass die beiden Begriffe „sozial“ und „netzwerk“ manchmal noch nicht so richtig gelebt werden.

Was meint Ihr? Habt Ihr weitere Beispiele?

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Nachtrag: Über die Bedeutung des ersten Followers berichtet dieses Video.

Barcamp Klagenfurt 2010

Da hatte ich dem Barcamp Klagenfurt soviel Vorschusslorbeeren gewidmet und nun muss ich sie zurücknehmen… Aber der Reihe nach.

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Das Barcamp begann am Freitag Abend mit einem ersten Treffen der Teilnehmer im RAJ in Klagenfurt. Der kleine Nichtraucherraum reichte bald nicht mehr aus für die vielen Leute und so wurde der Rest der Kneipe auch noch belegt. Schließlich spielte sogar die Barcampband „The Geek Ramblers“

Leider fanden die Sessions wieder in den Hörsälen statt und nicht im Vorstufengebäude. Auch gab es dieses Jahr keine Extra-Dekoration wie Blumen und Sofas. Dafür bildeten sich immer wieder Kleingruppen in der Aula, um an speziellen Themen zu arbeiten. Ab und zu war es da aber zu laut, um wirklich alles hören zu können. Auch im großen Raum wurden spontan Tische verrückt und ein Stuhlkreis gebildet…

Die Themen waren dieses Jahr bunt gemischt und ich habe wieder sehr viel mitgenommen. Es gab einige Neuheiten und die Sessions waren spannend und interssant bis zu letzten Minute. Beste Sessions für mich: Autotagging bei Flickr, gowalle – foursquare und Reichweiten bei Twitter.

Die kurzen Intervalle von 30 Minuten haben mir nicht so gut gefallen. Fragerunden und Diskussionen konnten so kaum aufkommen und es erzeugte etwas Stress. Der Vorschlag, das Ganze in der Aula fortzusetzen gelang deswegen nicht, weil ja die nächsten Sessions auch schon wieder so interessant waren.

Ich hoffe, das es nächstes Jahr wieder kreativere Räume gibt, längere Sessions und rauchfreie Räume am Abend für Essen und Beisammensein. Ich bin auf jeden Fall wieder dabei und freu mich jetzt schon!

Hier gibt es alle Infos über das Barcamp und die Sessions zum Anschauen.

Videocamp Vienna 2010

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In der Barcamp-Triathlon-Reihe gab es an zweiter Stelle das Videocamp Vienna im Marxpalast: Das Barcamp mit der besten Technik ever!

Die Location war sehr gut ausgewählt, beherbergt sie doch ein Studio, in dem regelmäßig aufgezeichnet wird. Dadurch kamen wir Teilnehmer in den Genuss einer perfekten Technik: Währen Umbaupausen wurde Musik eingespielt, wenn ein Video abgespielt wurde, verdunkelte sich der Zuschauerraum und es gab Surround Sound. Aus beiden Räumen gab es einen livestream.

Direkt beim Eingang gab es eine Garderobe und den ersten Sessionraum. Namensschilder konnte man selber schreiben und taggen und das WLAN funktionierte einwandfrei ohne Probleme beim Einloggen. Es gab ausreichend zu trinken und sehr gute Kaffeespezialiäten. Die Sessionplanung zog sich etwas in die Länge, das könnte nächstes Mal schneller gehen. Positiv: Jeder hat seine Session selbst am Papierwiki eingetragen ohne langwierige Abstimmungsprozesse.

Die Stuhlreihen in Sessionräumen verhindern of eine kreative Zusammenarbeit und wurden zumindest im kleinen Raum einfach aufgelöst und durch einen Stuhlkreis ersetzt.

Leider wurde zu späterer Stunde die Rauchfreiheit von einigen Rauchern untergraben, so dass der kleine Sessionraum und die Garderobe verqualmt waren. Weiterhin war es schade, dass es keinen offiziellen Treffpunkt für die Teilnehmer nach Ende des Videocamps gab. Ich hätte noch gerne weiter mit den anderen Teilnehmern gefachsimpelt.

Die Sessions waren bunt gemischt über „Geschichte des bewegten Bildes“ über „was brauch ich für ein erfolgreiches Youtubevideo“ bis hin zu Technikvorstellungen war alles dabei. Merkwürdig war, dass mehr fotografiert wurde als videographiert…

Die Sessionübersicht gibt es im Wiki.

Für das nächste Jahr wünsche ich mir, dass das Videocamp zwei Tage dauert, Sessions zu Schnitt und Ton beim Video und einen Treffpunkt für den Abend.

Tourismuscamp 3 – 2010

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Dieses Jahr gab es zum dritten Mal das Tourismuscamp in Eichstätt. Im ersten Jahr ist es recht improvisiert gestartet in der Uni von Eichstätt und keiner hat so richtig gewusst, wie es geht und was man macht. Es gab Versorgungsprobleme und man wusste nicht so richtig, wie miteinander umgehen Im zweiten Jahr gab es eine Lounge und mehr Sessionräume, eine live-Übertragung mit Mikrofonen für die Fragenden, viel mehr zu Essen und eine Twitterwall. Und im dritten Jahr?

Parallel zum Tourismuscamp gibt es jede Menge Barcamps und Spezialcamps und die haben auch alle mal klein angefangen wie zum Beispiel das Barcamp Klagenfurt. Allerdings haben sich diese anderen Barcamps inzwischen sehr viel weiter entwickelt.

Rainer Edlinger hat es vorgemacht mit dem Castlecamp in Kaprun, wie wichtig das Ambiente und das Umfeld eines Barcamps für die kreativen Ideen der Teilnehmer ist. Klagenfurt hat es aufgegriffen und im nächsten Jahr die Sessions aus den Hörsälen verlegt in kleine Seminarräume mit Atrio. Der Flur wurde enorm aufgepeppt mit Sofas und Blumenkästen.

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So enstehen Ideen, so kann man sich auch außerhalb der Sessions austauschen und Projekte entwickeln. Mit dem Almcamp haben wir es auf die Spitze getrieben: Das one-location-barcamp als Think-Tank.

Und in Eichstätt? Das Tourismuscamp ist stehen geblieben. Kalte und nackte Hörsäle mit festgeschraubten Stühlen und Tischen (außer in Raum B).

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Eine Teilnehmerliste sortiert nach Branchen (entspricht nicht den Regeln eines Barcamps, da der Zugang für möglichst alle ohne Hindernisse gegeben sein soll). Am Ende wurde diese Liste auch wieder umgeworfen und es gab jede Menge no-shows. Der Barcamp-Gedanke blieb hier leider auf der Strecke. Es gab viel zu viele Teilnehmer, die mit Barcamp nichts anfangen konnten, zu viele Präsentationen statt Sessions und wenn es eine Diskussion gab, haben immer die gleichen alten Hasen diskutiert, die anderen haben sich überhaupt nicht eingebracht. Das Ambiente war extrem nüchtern. Dass es keine extrem stylische Umgebung braucht und neueste Technik zeigen deutlich das Barcamp Traunsee und das bereits erwähnte Almcamp. Es muss auch nicht teuer sein, aber inspirierend.

Ich habe am Wochenende zu oft gehört: „das werde ich Ihnen nicht sagen!“ Das ‚Sie‘ geht nicht auf einem Barcamp (Stichwort Barrieren) und das Wissen zurückhalten geht überhaupt gar nicht auf einem Barcamp. Wer nicht gewillt ist, sein Wissen zu teilen und auch über seine Fehler zu berichten, soll weiter zu Kongressen und Konferenzen gehen!

Die Versorgung trotz der enormen Sponsorengelder ließ zu wünschen übrig. Um 15 Uhr gab es am Samstag kein Wasser mehr, nur Bier und zuckerhaltige Getränke. Da hätte man ja wenigstens Krüge mit Leitungswasser hinstellen können… Nicht falsch verstehen! Ich gehe nicht auf ein Barcamp, um mich dort verwöhnen zu lassen, aber das Catering und das Ambiente machen sehr viel aus, will man etwas bewegen oder etwas Neues kreieren. Und jeder weiß, dass das Gehirn Flüssigkeit braucht, um zu funktionieren; am Besten Wasser!

Kein Wunder, dass man in den Berichten über Tourismuscamp 3 so oft liest ’nichts Neues‘. Auch für mich gab es diesmal nicht viel Neues. Viele Sessions waren exakte Wiederholungen vom Castlecamp und ich hatte mehrmals deja vus. Es gab keine Startup-Vorstellung. Neue Ansätze waren bestefewo.de und das österreichische Pendant und die Flugsuche per twitter.

Für mich hat es sich, wie für viele andere auch, gelohnt, sich abseits der Sessions mit anderen auszutauschen und Ideen zu entwickeln. Ich möchte ganz besonders allen danken, die sich in der kleinen spontanen Arbeitsgruppe ‚Alcamp‘ engagiert haben und dort Ihr gesamtes Fachwissen eingebracht haben. Danke Euch!

Bitte fürs nächstes Jahr für Tourismuscamp 4 andere Räumlichkeiten finden, für Freitag Abend eine Location mit WLAN,  bitte eine Garderobe einrichten und bitte wenigstens für ausreichend Wasser sorgen! Tipps für die Orga gibt es hier.

Blog-Unterstützung

Es gilt, einen neuen Blog zu unterstützen: Den Solitaire-Blog.

Tu ich doch gerne!! Zu meinen Anfangszeiten war ich auch froh, wenn ich viel verlinkt und vorgestellt wurde.

Beim Solitaire-Blog geht es um Schmuck, aber auch um andere Dinge, die das Leben so aus machen,… Er ist noch recht jung, aber das wird schon!!

Viel Erfolg liebe Blogger-Kolleginnen und -Kollegen!

Almcamp 2009 – Die Organisation

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Eigentlich dachte ich, so ein Barcamp kann ja nicht so schwer zu organisieren sein – das ist ja gschwind erledigt. Ist es nicht…

Wie organisiert man ein Almcamp?
Bei Jan Theofel gibt es einen sehr schönen Artikel, wie man ein Barcamp organisiert. Nur leider gelten viele Punkte von seiner Liste nicht für ein Almcamp.

Räume:
Beim Almcamp gibt es nur einen einzigen Raum. Dieser Raum dient zur Nahrungsaufnahme (Frühstück, Mittagessen, Abendessen) als Sessionraum und für das gemütliche anschließende Zusammensein.

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Sachsponsoring:
Sämtliches Sachsponsoring in Sachen Food hatten wir vorher ausgeschlossen. Einmal kann man es der Hüttenwirtin kaum zumuten, ihr eine Kaffemaschine oder gesponsorte Lebensmittel vor die Nase zu setzen und zweitens wollten wir authentisches Almhüttenessen und -getränke.

Lautsprecheranlage:
entfällt beim Almcamp. Die Stimme trägt im Raum und bei der Live-Übertragung war alles gut zu verstehen.

Wasser- und Stromversorgung sowie Müllentsorgung:
War auf dem Almcamp ebenfalls kein Thema. Der Generator lief fast rund um die Uhr und hat uns ordentlich mit Strom versorgt. Dazu hatten wir noch ein Teil für den Notfall. Den Strom an die einzelnen Leute zu bringen war schon schwieriger. Im Gastraum gab es nur eine einzige Steckdose (sic!). An diese Steckdose hätten wir niemals 40 Laptop- und Handyladegeräte anschließe können. Wir haben eine Leitung direkt vom Generator in den Gastraum verlegt und von dort mit vielen Verlängerungskabeln an jeden Tisch verteilt. An den Tischen selber gab es wieder einige Mehrfachstecker. Mehrfachstecker sollten eigentlich inzwischen zur Grundausstattung eines jeden Barcamp-Teilnehmers gehören.

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rauchfrei
Die Almhütte ist eh rauchfrei. Und das Rauchen vor der Tür war kein Problem.

Kleigedrucktes
Gab es nicht.

Catering und Getränke
Von Anfang an war klar, dass sämtliches Essen und Getränke von der Almhütte kommen sollten. Für Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie nicht-alkoholische Getränke während des Tages wurden Sponsoren gesucht. Allerdings keine Sachsponsoren sondern Geldgeber. Geplant war, dass auf der Theke Kaffe- und Teekannen und Kannen mit Saftwasser (Holler und Himbeer) stehen und sich jeder bedienen kann. Während des Almcamps wurden dann doch alle Getränke an der Theke geordert. Zum Mittag- und Abendessen gab es zwei Gerichte zur Auswahl, darunter ein vegetarisches. Oder es gab überhaupt nur ein vegetarisches Gericht. Für die Mittagspause hatten wir eine Stunde eingeplant und es hat sehr gut funktioniert „Laptop zu und Teller drauf“ wurde zum geflügelten Wort. Wasser gab es in ausreichenden Mengen aus der Bergquelle. Die restlichen Getränke, die verzehrt wurden, hat jeder selber auf einer „Verzehrkarte“ auch ‚Saufkarte‘ genannt notiert.

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Für den Freitagabend hatten wir keinen Sponsor gewinnen können, bzw. der Tourismusverband Lieser- und Maltatal hat sein zugesagtes Sposonring später zurückgezogen. Dafür hat jeder Teilnehmer im Vorfeld 10 Euro überwiesen und wir hatten auch wieder zwei Gerichte zur Auswahl. Auch das hat sehr gut funktioniert.

Nur einmal wussten einige Leute nicht, was sie eine halbe Stunde zuvor bestellt hatten… Einige Fälle von extremem Kurzzeitgedächtnis anscheinend!!

Durch das Ein-Raum-Konzept des Alcamps hatten wir auch keine Probleme mit No-Shows oder Essen wegwerfen. Es wurden nur so viele Essen zubereitet und ausgeteilt, wie Almcamp-Teilnehmer da waren oder es fanden sich andere Abnehmer (Beispiel Kaiserschmarrn). Zwei Teilnehmer sind am Samstag-Mittag abgereist, weil ihnen das Almcamp nicht gefallen hat und ein Teilnehmer fuhr am Sonntagmorgen. Aber durch die überschaubare Teilnehmeranzahl waren wir im Orgateam immer informiert.

WLAN
Das WLAN hat uns einiges Kopfzerbrechen bereitet. Erst als geklärt war, dass wir eine Internetverbindung zur Alm herstellen können, haben wir das Almcamp überhaupt erst bekannt gegeben und beworben. Leider gab es dann ziemliche Schwierigkeiten mit dem Provider. Das erste Angebot lautete auf knapp 200 Euro. Später wurde es dann deutlich teurer und wir mussten einen Monat Datenvolumen mit 100 Gigabyte Begrenzung nehmen. Ein Sponsoring kam für den Provider nach sorgfältigen Kalkulationen im eigenen Haus dann doch nicht infrage. Also mussten wir uns kurz vor dem Almcamp-Termin auf die Suche nach einem Sponsor begeben. Die Telekom ist freundlicherweise als Sponsor eingesprungen und hat die Rechnung des Providers übernommen.

Die Installation war erstaunlich problemlos. Die Richtfunkstrecke funktioniert allerdings nur bei guter Sicht und bei Morgennebel oder Bewölkung hatten wir keine Internetverbindung, was von allen Barcamp-Teilnehmern erstaunlich gelassen hingenommen wurde.

Beamer und Papierwiki
Der Beamer wurde uns von der WKO geliehen und wurde an der Decke aufgehangen. Das Papierwiki fand an einer Wand Platz.

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Sponsoren
Wir hatten fast ausschließlich Geldgeber, da damit das Catering und das Internet finanziert wurde. Von der Kärntenwerbung bekamen wir eine goodiebag. Es floss kein Geld über das Orgateam. Vom Lieferanten ergeht eine Rechnung an den jeweiligen Sponsor. Es war unglaublich schwer bei uns im Tal Sponsoren zu finden. Große Firmen gibt es nicht und viele ortsansässige Firmen hatten ihr Budget für 2009 bereits verplant oder haben überhaupt gar nicht verstanden, was ein Barcamp bedeutet und was ein Almcamp vor allem für die Region bedeuten kann. So kamen dann die Sponsoren aus Klagenfurt, aus Salzburg oder sogar aus Wien. Auf der anderen Seite haben ganz kleine Firmen aus dem Tal, zum Teil Einpersonenunternehmen Kleinbeträge gesponsort, obwohl sie sich wahrscheinlich jeden Euro vom Munde absparen mussten. Mit Sponsorenpaketen brauchten wir es erst gar nicht zu versuchen.

Jeder Sponsor durfte sich so darstellen, wie er wollte. So bekamen wir von der Telekom professionelle Aufsteller und von Schuh Rieder jede Menge Schuhe zum Herzeigen. Wieder andere legten ihren Flyer in die ‚Konfernztasche‘. Besonders haben wir uns gefreut, dass ATV T-Shirts gesponsort hat, dadurch haben sich nicht nur die Teilnehmer sehr stark mit der Veranstaltung Almcamp identifiziert sondern auch sämtliche Mitarbeiter der Leonhardhütte haben zwei Tage lang stolz die T-Shirts getragen.

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Anreise/Übernachtung
Die Locationsuche beinhaltete bereits diese Punkte. Die Almhütte musste gut zu erreichen sein, aber dennoch weit ab von der Zivilisation. Die Hüttenwirtin hat sämtlichen Hütten für uns geblockt und uns einen Einheitspreis kalkuliert. Leider haben wir es nicht geschafft, sämtliche Betten zu belegen. Mitfahrgelegenheiten wurden per Wiki oder Twitter organisiert. Wir hatten eine Beschilderung ab der Autobahnausfahrt, aber ich glaube die meisten sind mit Navi-Unterstützug angereist.

Pressearbeit
Wir haben im Vorfeld eine Pressemitteilung verschickt und es ist ein Artikel in der Kronenzeitung erschienen. Obwohl ich von der Kleinen Zeitung interviewt wurde, habe ich keinen Artikel gesehen. Das Fernsehen hatte sich interessiert, jedoch nichts mehr von sich hören lassen. Es sind nur wenige Blogartikel im vorhinein erschienen. Dafür gibt es einige Blogposts im Nachhinein und erstaunlich viele Fotos. Momentan sind es 1001 Bilder.

Aufräumen
Während des Tages wurde eigentlich ständig durch die Mitarbeiter aufgeräumt. Das Abbauen am Sonntag war erstaunlich schnell erledigt. Die Hütte sah recht schnell wieder so aus wie vorher. Die Fundstücke haben wir inzwischen auch zuordnen können.

Rahmenprogramm
Wandern am Freitag für Frühanreisende wurde sehr gerne angenommen!

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No Shows
Die Teilnehmerzahl war bis Freitagabend eine Zitterpartie. Obwohl die Anmeldeliste im Wiki bereits einmal geschlossen werden musste, weil die maximale Teilnehmerzahl erreicht war, gab es dann doch eine große Fluktuation, als es um die Vorabüberweisung der Übernachtungen ging. Da keine Gelder über das Orgateam flossen, wussten wir bis zuletzt nicht, wieviele Teilnehmer bezahlt hatten. Am Anreisetag hatten wir gleich drei Autopannen und leider auch solche Meldungen wie „geht sich doch zeitlich nicht aus“. Wer so etwas sagt oder schreibt, braucht dringend ein Zeitmanagement-Seminar!!! Mit der Vorabüberweisung hatten wir eine gewisse Sicherheit, dass die Leute es auch ernst meinen. Allerdings war es unglaublich zeitaufwendig und mühsam sämtliche E-Mail Adressen herauszufinden und die E-Mail-Verteiler auf dem neuesten Stand der Anmeldungen zu halten. Und wenn man dann den Stand der Dinge nicht kennt, nutzt es auch nichts. Hier muss ich mir nächstes Jahr etwas anderes einfallen lassen. Wiki-Einträge werden wohl schnell mal gemacht und dann vergessen. Auch beim Wandern reduzierte sich die Teilnehmerzahl von 15 auf 10.

Man darf einfach nicht vergessen, dass die Hüttenwirtin sämtliche Betten für uns geblockt hatte und sämtliche Essen und Getränke auf der Basis 50 Personen kalkuliert und eingekauft hat. Wenn dann deutlich weniger Leute kommen, könnte das für sie ein finanzieller Nachteil sein.

Almcamp 2010
Obwohl ich einige Tage vor dem Almcamp gesagt habe, ich organisiere nie wieder eins, sieht es jetzt wohl so aus, als ob es ein Almcamp2010 geben wird. Wir werden die Teilnehmerzahl auf 40 reduzieren, weil wirklich nicht mehr in den Gastraum inklusive Laptop und Ladegeräte passen. Alles weitere kommt später!

Almcamp 2009 – Die Sessions

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Das 1. Almcamp liegt hinter uns und hier endlich mein Bericht über die Sessions:

1. Barcamps – Diskussion

Direkt nach dem Frühstück wollte niemand mit einer Präsentation anfangen, deswegen gab es erst einmal die Diskussion über Barcamps im Allgemeinen. Angeregt durch die No-Shows beim Castlecamp und die neuen Formen von Hotelcamp oder Tourismuscamp gab es ja schon auf verschiedenen Blogs, hier bei mir, beim Scheeengel und bei Stefan Waidele zu diesem Thema Diskussionen.

NO SHOWS:
Das leidige Thema, der No-Shows wird man nicht in den Griff bekommen. Regeln bringen nichts und sind auch nicht im Sinne der regellosen Barcamps. Fazit: No Shows sind Ärsche. Sie werden aufgelistet und unterliegen somit einem gewissen sozialen Druck. Eine 30prozentige Überbuchung mit einberechnen, dann dürfte es ungefährt hinkommen. Eine gewisse Planungssicherheit brauchen Organisationsteam und Sponsoren nun mal.

Teilnehmergebühren:
Die Idee der Barcamps war, dass niemand an einer Teilnahme gehindert werden sollte. Es soll also idealerweise bei einem Barcamp keinerlei Hindernisse (Barrier of entrance) geben, weder durch Teilnehmergebühren und seien sie noch so gering, oder gar durch eine Kontingentierung nach Branchen oder ähnlichem.

Kommunikation:
Wieder mehr über Barcamps reden. Bloggen ist twittern gewichen. Aber in Zukunft sollte sich jeder bemühen, wieder mehr über Barcamps zu kommunizieren.

2. Twitter

Ritchie Pettauer stellte seine Sicht der Dinge über Twitter vor:
Twitter funktioniert wie die klassischen Medien. Die Zentralperspektive wird durchbrochen und twitter zeigt lediglich einen Ausschnitt der Informationen. Ritchie twittert, um mehr traffic auf seinen Blog zu bekommen und würde am liebsten direkt mit twitter Geld verdienen. Twitter dient aber auch als Nachrichtenkanal und Filter, aber auch als Linkempfehlung. Jeder, der twittert, kümmert sich um seine Microbrand (selfbranding, selfmarketing) Ritchie wünscht sich so etwas wie socialmedian.com auf Deutsch. Er selber hat mit bookmarking-Diensten abgeschlossen. Dann hat er noch über Twitter-Limitations gesprochen. Bis 2000 Follower kann man sozusagen machen was man will. Danach müssen Follower/Following-Relations bestimmten Sätzen entsprechen. Man darf nicht zu viele Follower pro Tag hinzunehmen und auch nicht zu viele gleichzeitig blocken. Als Tools wurden untweeps.com (zeigt, wen man geblockt hat) und MrTweet.com (gibt Follower Empfehlungen) genannt. Ein – (Minuszeichen) vor dem Hashtag oder Stichwort filtert diesen Begriff heraus. Er wird nicht angezeigt.

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3. Augmented Reality

Hier wurden ähnlich wie beim Castlecamp einige Anwendungen von Peter Hoeflehner vorgestellt:
Wikitude
Layar
Around
Robotvision

Sehr interessant fand ich wikitude.me. Hier kann man seine POIs anscheinend selber eintragen. Peter hat auch direkt einige Sehenswürdigkeiten im Maltatal eingetragen. Sehr schön! Sehr interessant zu beobachten, ob sich die Anwendungen durchsetzen. Im touristischen Bereich scheitern sie momentan noch an den hohen Roamingkosten.

4. Open Government

Georg Holzer präsentierte seinen Blog k2020.at bei dem es um politische Transparenz geht. Mit Hilfe des Blogs und hoffentlich vielen Beteiligten soll Transparenz erzwungen werden. Viele Daten sind zugänglich, aber verschlüsselt. Mit Hilfe von uns allen, sollen diese Daten wieder bewertbar werden und die Landesbuchhaltung Kärntens nachgebaut werden. Followertipp: Hubert Sickinger und peterpilz.at Als Kommunikationsmittel schlägt Georg E-Mail-Listen vor. Weiterhin plant Gerald Bäck wohl eine Inseratendatenbank um die vielen von Parteien und Politikern geschalteten Inserate, die auch noch oft als redaktioneller Text getarnt sind, zu erfassen. Seine Präsentation gibt es im Blog.

5. Zukunft von So Isses

Hier ging es um meine Webseite www.soisses.at. Wie man sie in Zukunft gestalten soll und wie sie vor allem mal monetarisiert werden kann. Vielen Dank für Eure vielen Hinweise, Ideen und offenen und ehrlichen Kommentare. Ich habe die Session auf Video (Danke an Nicole!) und werde mich bald mal in Ruhe damit beschäftigen.

6. Buzzriders

Der am weitesten angereiste Robert Basic stellte sein neuestes Projekt vor. Ein Unternehmen, welches durch crowdsourcing entsteht: Buzzriders. Mehr dazu auf Roberts Blog.

Es gab noch mehr Sessions, aber ich habe nicht alle mitbekommen und nicht bei allen mitgeschrieben.

Weitere Zusammenfassungen der Sessions gibt es auf der Almcamp-Seite und einige Präsentationen im Session-Plan.

Gedanken zu Barcamps

Inzwischen war ich schon auf mehr als einem Dutzend Barcamps in Österreich und in Deutschland und im deutschsprachigen Raum gibt es fast jedes Wochenende eine solche Unkonferenz. Ich organisiere sogar zur Zeit selber das Almcamp – ein Barcamp auf der Alm. Und nach dem Castlecamp letztes Wochenende in Kaprun, mache ich mir so meine Gedanken…

Bloggen
In Kaprun haben wir die Barcamp-Regeln sogar um den Hals gehängt bekommen. Eine davon heißt: You blog about Barcamps. Diese schöne Sitte ist irgendwie abhanden gekommen. Kaum einer erwähnt im vorhinein ein Barcamp auf seinem Blog. Es wurde sonst live gebloggt aus den Sessions. Und nach den Barcamps gab es jede Menge Berichte in Blogs über einzelne Sessions oder das gesamte Barcamp. Was ist daraus geworden?? Fragt sich auch Rainer , der das Castlecamp organisiert hat. Er spricht auch noch ein anderes Thema an (s. u.)

Wissen teilen
Bei einem Barcamp war für mich bisher immer das Beste, das jeder sein Wissen weiter gegeben hat – einfach so. Es gab nie dumme Fragen. Ich erinnere mich gerne an die Session beim Barcamp Graz von mir „Bringt mir facebook bei bitte“. Niemand hat gefragt „Wie, Du kennst facebook nicht?“ Die eine Hälfte der Sessionteilnehmer hat mir gesagt, wo ich hinklicken muss und die andere Hälfte wollte es auch lernen :-)) Deswegen fiel auch beim Castlecamp eine Bemerkung negativ auf: „Das sag ich nicht! Nur wenn ihr mir 1000 Euro zahlt. Schaut Euch meine Webseite an, da wird was passieren. Und nächstes Jahr erklär ich es Euch!“ Jochen hat dazu gewittert und bei facebook kann man es kommentieren. In Eichstätt beim Tourismuscamp wurde die Inaktivität der Teilnehmer bemängelt, die nur in den Sessions sitzen, um Wissen abzugreifen oder von den anderen Teilnehmern am Liebsten komplette Konzepte vorgelegt bekommen hätten. Jochen meint, man müsse den Neuen den Barcamp-Gedanken mehr erklären. Aber eigentlich steht er in jedem Barcamp-Wiki…

Teilnehmer
Schon vor langer Zeit nach einem Barcamp in Frankfurt wurde diskutiert, ob man für Nichterscheiner beim Barcamp, die aber auf der Anmeldeliste standen, eine schwarze Liste einrichten soll oder ob diese eine Gebühr bezahlen sollen. Seinerzeit ging es unter anderem um das Essen, was vernichtet werden musste. Ich finde auch Essen wegwerfen absolut überflüssig. Aber es geht auch darum, dass diese Teilnehmer anderen ihren Platz wegnehmen, wenn die Anmeldeliste die maximale Teilnehmerzahl erreicht hatte. Jeder, der sich in eine solche Teilnehmerliste einträgt, trägt auch dafür die Verantwortung. Wenn man merkt, dass man doch nicht hinfahren kann, dann trägt man sich eben wieder aus. Das hat auch mit Respekt zu tun – Respekt gegenüber dem Organisationsteam, gegenüber den Sponsoren und den anderen Teilnehmern.

Für die schwindende Teilnehmerzahl am Sonntag gibt es inzwischen schon die geteilte Anmeldeliste. Eine andere Variante waren gerade beim Castlecamp die „Ich schau mal grad vorbei“-Teilnehmer, die am Samstag um 16 Uhr auftauchten oder am Sonntag Mittag mal kurz vorbei kamen. Wer keine Zeit hat, sich wirklich einzubringen für einen ganzen Tag oder besser für das gesamte Wochenende, der sollte sich erst gar nicht anmelden. Sind es nur die ‚Neuen‘, die hier das Prinzip nicht verstehen?? Oder ist es Nachlässigkeit, Unachtsamkeit? Hilft hier ein Mentorprogramm? Was kann man noch tun???

Fotos
Es werden immer weniger Fotos von Barcamps gemacht, fällt mir auf. Woran liegt das??

Müssen wir die Idee des Barcamps überdenken?

Ich organisiere gerade mit Alex und Achim das Almcamp und bin mit einigen der oben genannten Themen (Teilnehmer, Blogs) gerade direkt konfrontiert. Vielleicht sollten wir dazu mal eine Session machen…

Castlecamp 2009

Das Castlecamp 2009 in Kaprun ist vorbei. Was hat es diesmal gebracht?

Im Vorfeld habe ich mich schon sehr gefreut, nach Kaprun zu fahren. Einmal, um „alte“ Bekannte wieder zu treffen und zweitens, um Menschen zu begegnen, die ähnlich denken. Natürlich war ich auch wieder sehr gespannt, was es Neues gibt in Sachen Tourismus und Internet.

Schon der Freitagabend brachte wieder einen regen Austausch an Ideen und Projekten. Leider hat das versprochene Internet nicht funktioniert. Man hätte WLAN-Zeit kaufen können, aber auch die Codes haben nichts gebracht.uk Komisch eigentlich, waren die Macher dieses Hotels doch letztes Jahr auf dem Castlecamp…

Am Samstag ging es dann richtig los. Die Burg, wie beim ersten Mal eine perfekte Location. Der „Rittersaal“ ein wunderbares Zentrum, um anzukommen, sich und seinen Rechner einzurichten, Leute zu begrüßen, einen Kaffee zu trinken. Das WLAN funktionierte absolut problemlos – Rechner öffnen und loslegen – so muss es sein! Aufgefallen: Die 100 gemeldeten Teilnehmer waren nicht alle da!!!

Die Sessionplanung war diesmal sehr interessant. Obwohl es zwei Räume gab, traute sich niemand einen parallel-Slot zu belegen. Die Themen waren einfach so spannend, dass man nichts verpassen wollte. Einige Mutige haben dann doch eine Session in Raum B eingetragen. Ich hoffe, die Sessions werden als Video abrufbar sein.

Die Sessions:

Augemented Reality

Darüber hatte ich im Vorfeld schon viel gehört und hatte mir auch zu diesem Thema eine Session gewünscht. Was ist das? Was kann man damit machen? Wie kann man es im Tourismus einsetzen?
Augmented Reality heißt ‚erweiterte Realität‘ und es sind Anwendungen auf smartphones (oder nur auf dem iphone?). Halte ich die Kamera meines iphones auf ein Gebäude, werden mir durch die Applikation Zusatzinformationen auf dem Display eingeblendet. Das können historische Daten zu dem Gebäude sein, dann können aber auch Maklerinformationen sein (das Büro im dritten Stock ist zu vermieten). Es gibt wohl schon einige Anwendungen, so z.B. Cafés mit WLAN, oder Twitterer in Deiner Nähe…

Wir haben uns einiges angeschaut und diskutiert und überlegt, wie man so etwas einsetzen könnte:

Wikitude – Video bei youtube
Die geogetaggeden Informationen kommen dazu alle aus Wikipedia. Funktioniert wohl nur beim iphone 3gs

Locata: Der Gast erhält im Tourismusbüro ein Gerät mit Informationen zu Sehenswürdigkeiten in der Region. Nachteil: Gerät hat nicht gut funktioniert, man muss das Gerät abholen und zurück bringen und evtl. eine Kaution bezahlen. Idee: Die Gäste laden sich die Information auf ihr eigenes Gerät: Nachteil: Wer stellt die Informationen bereit? Ist meine Region bei den üblichen Plattformen gut vertreten? (z.B.Wikipedia)

Erwähnt wurde ein Beitrag von Klaus Eck, dass der User auch durchaus Brandcontent erhalten möchte (Ich hoffe, es ist der richtige Artikel, erwähnt wurde der 4. September)

In diesem Zusammenhang wurde auch die eFitness-Initiative erwähnt. Bei einer Reihe von Seminaren, kann man lernen für Social Media Plattformen oder andere Informationsplattformen zu formulieren.

Weitere Anwendungen:
Qype Radar
Layar
lastminute.com
mobido

Dazu kam die Frage: Nutzen im tourismus??? – Mobilanwendungen nur bei 4 – 5 % der Nutzer – Zusatznutzen??

Alpen Ranger in Berchtesgardener Alpen: Gerät wird beim Eingang zum Nationalpark ausgeteilt. Informationen sind  mehrsprachig!

QR-Schnitzeljagd im Salzkammergut: QR-Code Reader muss installiert werden. Internetzugang erforderlich. Problem: Roamingkosten

Trainingsszene.at: Vorgegebene Laufstrecken per GPS-tracken – Laufcup-Wettbewerb.

iphone-App Oberbayern: kostet 3 Euro, hatte bereits 2.500 Downloads

Dazu dann die Frage: Was soll eine DMO iphone-App können?

Fazit: In der Kürze der Zeit konnte man dieses Thema nur kurz streifen. Auf jeden Fall muss der User sein eigenes Gerät nutzen können. Problem zur Zeit: die Roamingkosten

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Erlösmodelle von Communities (in Stichworten)

Communities müssen online und offline verbreitet werden, um Nutzer zu finden

Nutzen finden für beide: User und Firma

Beziehungen aufbauen zwischen Kunde und Unternehmen

Gespräche mit dem Nutzer – nicht primär über das Produkt

kommunikationsgetriebene communities vs. contentgetriebene c. 0,1 % schreiben 99,9 % lesen

Wie schafft ein Leistungsträger es in einer community möglichst oft sichtbar zu sein??? sichtbarkeit und content

These: PR funktioniert nicht mehr

facts, stammdaten müssen von dmo geliefert werden – zusätzlicher content muss vom user kommen

kunde muss über Unternehmen schreiben

eigene community aufbauen oder bestehende nutzen?? Bestehende Nutzen. Bis man relevante Nutzerzahlen erreicht hat, dauert es.

communities funktionieren nicht für dmo‘s – thema urlaub ist nicht ganzjährig gleichmäßig relevant

Begeisterung für zwei Themen schwierig (ski fahren in zell am see) wahrscheinlich nur ski fahren

Geschäftsmodell:

SEO-Modell zB. DMO – über Themen „wandern in den Bergen“ möglich über communitiees (google search ‚wandern zell am see‘ irrelevant

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Marke – ein Auslaufmodell?

Österreich: Natur, Kultur, Brauchtum – gemeinsamer Nenner: Kombination der verschiedenen Themen : Markenkern: „inspirierende Rekreation“

Südtirol: alpin und mediterran – verläßlichkeit und inspiration 
Spot (?) Südtirol ist der Konkurrenz drei Jahre voraus (aus Budgetgründen) seit Markenaufbau Preisniveau um 13 % gehoben.

Wanderdörfer: Unterscheidung zwischen Logo und Inhalt ist schwer. Symbol gestalten mit Bedeutung. Bedeutung kommt durch Werte. Orientierungsrahmen nach Innen – 5 Faszinatonsfelder z. B. Regeneration ‚wo geht die Erholung hin‘ evident based. Leuchtturmprodukte ‚Paradies der Blicke‘

Internet braucht Marken – als Symbole

Marke ist auch ein Versprechen. Das muss auch von den Anbietern und Mitarbeitern eingelöst werden. Kaskadieren.

Marke entsteht im Kopf des Konsumenten. In zwei Sekunden müssen Bilder entstehen.

nicht wandern, radfahren sondern das Besondere – der inspirierende Moment

Gemeinsamer Claim: wir sind vielfältig!!! :-))

Topdown Marken-Steuerung ist tot!

Wertemarketing ist im tourismus nicht möglich, weil man nicht alle Menschen in österreich rekrutieren kann.

Marke wird zunehmen irrelevanter.

Marke soll Orientierung stiften.

bekannt sein oder begehrenswert sein???

Marke gibt Sinn und definiert Zugehörigkeit.

Marke kann nicht gegen die Gespräche der Menschen angehen

Fazit: Die Marke ist tot – es lebe die Marke :-))

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Newsletter-Marketing

Stammkunden halten ist einfacher als Neukunden zu gewinnen.

Infotainment

Event-Tipps: Wohin am Wochenende?

Produkte vorstellen

Fazit: Jeder sollte mal nachschauen: was für ein Potential habe ich in meinem E-Mail Verteiler??

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Crowdsourcing

Partizipation, Authentizität, Kommunikation, Transparenz

Beispiele:
Tchibo ideas: community generated innovations
Internet mit realem Leben verbinden ‚Tasche wandern lassen‘ (hab hier leider keinen Namen)

lebt durch Mundpropaganda

kann ein SEO-Tool seinit

Fazit: Es funktioniert nicht von allein und muss gut geplant und betreut sein.

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Die Stichworte, die ich hier aufgelistet habe, spiegeln Beiträge in den Diskussionen. Fazit insgesamt ist: Jeder pickt sich, dass für ihn brauchbare heraus und muss seine eigenen Meinung und seine eigene Einstellung finden. Nicht jeder Trend eignet sich für jedes Unternehmen, DMO oder Gast/Kunde. Die Vielfalt machts!

Zu den anderen Sessions gibt es die Folien im Wiki vom Castlecamp und auch Berichte von anderen Teilnehmern.

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Danke an Rainer Edlinger für die Organisation und danke an alle Sponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Almstudio hat sie alle aufgelistet mit Link.

Ich habe wieder viele Anregungen mitgenommen und mir tat es gut, von Menschen umgeben zu sein, die auch Vordenker sind und sich was trauen. Das gibt Kraft, wenn man dann wieder zurück kommt ins Tal, wo „Touristiker die Zeit verschlafen“ wie Bauer Heinrich es so schön ausgedrückt hat.

Das nächste Barcamp ist das Almcamp im Maltatal. Das nächste touristische Camp ist das Tourismuscamp in Eichstätt.