Onlinebestellung: Weinbox vs. Saftbox Teil 1

Teil 1: Die Bestellung im Onlineshop von Vinos

Die @Safttante hatte per twitter den sogenannten Krisenwein in der Getränkebox vorgestellt.

Die Bewertungen zu diesem Biowein, der pro Box genau 10 Euro kostet, waren gut, also wollten wir diesen Wein testen. Da wir Freunde in Deutschland besuchten, die auch gerne Wein trinken, wollten wir die Krisen-Wein-Box auch gleich verschenken. Nichts wie hin auf die Webseite von Vinos und dort steht „Versandkostenfrei ab 25 Euro Bestellwert“. Allerdings wurde die Freude schnell getrübt, da dies nur für Deutschland gilt. Der Versand nach Österreich ist gleich um ein vielfaches Teurer, bzw. der Bestellwert: 100 Euro für Firmen und 150 Euro für Privatpersonen. Egal, wir fahren ja nach Deutschland dann bestellen wir den Wein halt gleich dahin.

Auf zum onlineshop: Zwei Boxen rot und eine weiß in den Warenkorb. Ein Konto anlegen. Alles recht performant. Im Bereich Zahlungsart konnte man sogar zwischen verschiedenen Varianten wählen: Auf Rechnung, Kreditkarte, Nachnahme, usw. Begeistert klicke ich auf Rechnung. Ich erhalte eine Bestellbestätigung und dann geschieht erst Mal nichts. Das war am Mittwoch, dem 5. Januar. Am 7. Januar bekomme ich eine E-Mail von Vinos „… Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Sie bei Ihrer Erstbestellung und Bestellungen aus dem Ausland nur gegen Vorkasse beliefern. Auf Wunsch können sie auch per VISA bezahlen, wenn Sie uns Ihre entsprechenden Daten der Kreditkarte zukommen lassen.“

So war das nicht geplant. Hier meine Antwort per E-Mail:

„vielen Dank für Ihre E-Mail, die mich allerdings sehr verägert hat. Ich möchte Ihnen auch gerne erklären warum.

Über Twitter kam von der @safttante eine Empfehlung für Ihre Wein-Krisenbox. Sofort habe ich mir den Wein angeschaut und fand es gut, dass es bio ist, mir gefiel die Idee dahinter, das Design und der Name. Die Bewertungen waren vielversprechend und ich wollte den Wein probieren. Kurz auf die Internetseite, Versandbedingungen angeschaut – ab 25 Euro kostenfreie Lieferung – super! Aber dann kam schon der erste Dämpfer: die Lieferbedingungen für Österreich. 150 bzw. 100 Euro Bestellwert erscheint mir sehr viel, versendet doch auch die Safttante ihre Saftboxen mit 3 und sogar 5l Inhalt bis 26kg Gewicht für 12,50 Euro per DHL. Nun gut. Da wir Ende Januar in Deutschland sein werden, dachte ich, ich kann ja den Wein dorthin liefern lassen. Hin zum Onlineshop, registrieren, bestellen, wunderbar. Ihr Onlineshop war nicht ganz so performant aufgebaut, aber der Ablauf der Bestellung war sehr schön gelöst. Dort konnte ich sogar die Zahlungsart wählen. Und jetzt kommt der Knackpunkt: Warum um alles in der Welt kommunizieren Sie nicht dort schon, dass Erstbesteller und Besteller aus dem Ausland nur Vorkasse oder Kreditkarte wählen können. Bei vielen Onlineshops sind andere Zahlungsarten bei Neuregistrierung deaktiviert und es gibt einen Hinweis. Hätten Sie es doch nur kommuniziert. Die teuren Bedingungen für Österreich kommunizieren Sie doch auch.

Es geht mir nicht darum, ob es jetzt sinnvoll ist Erstbesteller anders zu behandeln. Es geht mir einzig und allein, um die Kommunikation. Es sind Ihre Bedingungen und wenn ich bei Ihnen bestellen will, muss ich mir überlegen, ob mir Ihre Bedingungen zusagen. Es geht mir nur darum, dass ich erst auswählen darf und dann kommt eine E-Mail, die mir sagt, dass ich es nicht durfte. Und das ist richtig fies!

Weiterhin schreiben Sie in Ihrer E-Mail, ich könnte Ihnen auch meine Kreditkartendaten übermitteln. Lieber Herr G. , aber ich werde Kreditkartendaten nur über eine gesicherte Internetleitung einem Formular anvertrauen, aber Sie Ihnen sicher nicht einfach so per E-Mail übermitteln. Dann könnten Sie ja mit meiner Kreditkarte lustig überall einkaufen… Was verlangen Sie da von Ihren Neukunden???

Ich würde mich freuen, wenn ich Ihnen mit meinen Hinweisen gedient habe und warte nur sehr gespannt auf den Wein. Ich kann nur hoffen, dass sich die Lieferung durch diese leidige und komplett unnötige Verzögerung nicht so weit hinauszieht, dass wir den Wein dann doch nicht mehr in Deutschland bekommen.“

Bis heute gibt es übrigens keinerlei Anwort. Am 11. Januar kommt dann die Bestätigungsmail um 18 Uhr, dass meine Bestellung vom 5. Januar (!) versendet wurde.

Der Wein kommt am 13.1. mittags in Deutschland an, doch einige Tage später beim Auspacken müssen wir feststellen, dass ein Karton an einer Ecke zerbeult und zerrissen ist. Der Wein ist zwar nicht ausgelaufen, aber es war doch blöd, weil wir ihn ja verschenken wollten. Von Vinos kommt eine Mail, mit der Bitte als Neukunde doch vier Fragen zur Bestellung zu beantworten. Ich fülle alles aus und weise auf die Beschädigung hin. Von Vinos kommt prompt eine Antwort „unsere Ware verlässt unser Haus stets in einwandfreiem Zustand. Sollte eine Beschädigung vorliegen, so ist diese dem Versand zuzuschreiben. Sie erhalten für beschädigte Ware Ersatz bei Wein & Vinos.“

Ich konnte es mir nicht entgehen lassen, folgendes an Vinos zu mailen: „vielen Dank für Ihre Antwort auf meinen Fragebogenbeitrag.

Mein Mann und ich sowie meine Schwiegereltern sind schon sehr gespannt auf Ihre Erklärung, wie es zu der Beschädigung der Weinbox kommen konnte.

Aber der Reihe nach: Die drei Weinboxen waren in einem festen Umkarton verpackt und standen dort sehr fest drin, fast eingeklemmt. Dieser Karton stand wiederum in einem zweiten Karton, ebenfalls sehr fest. Sowohl der innere Karton, als auch der äußere Karton sind völlig unversehrt. Die Weinbox ist jedoch beschädigt.

Die beigefügten Fotos zeigen die beschädigte Ecke und die dazugehörige Ecke des äußeren Kartons. Wie Sie sehen können, ist die Box kaputt, aber der äußere Karton nicht. Uns allen (auch Freunden, mit denen wir den Wein verkostet haben) fiel dazu nichts anderes ein, als dass eben die Weinbox hinuntergefallen, aber trotzdem verschickt worden ist. Aber, wie gesagt, wir alle sind sehr gespannt, auf Ihre Erläuterungen.“

Knapp zwei Stunden später per Mail die Antwort: „Bitte entschuldigen Sie die Beschädigung. Sie erhalten Ersatz.“

Der Ersatz plus die Flasche Wein, die man für das Ausfüllen des Fragebogens bekommt, sind inzwischen hier in Österreich angekommen.

Der Rotwein ist übrigens lecker und das Preis-/Leistungsverhältnis ist super. Für 2,50 pro Flasche gibt es einen schönen roten Biowein. Der Weißwein hat einen feinherben Geschmack und ist absolut sein Geld wert.

Aber ich frage mich, ob ich bei Vinos noch einmal bestellen möchte, so wie es gelaufen ist …

Workshop bei Simon Taxacher

Heute bin ich in dem neuen Hotel von Simon Taxacher in Kirchberg in Tirol. Die Agentur Marketing Deluxe veranstaltet dieses Seminar zum Thema „Über den Tellerrand“

Schon die Anfahrt war ein Erlebnis. Wir sind bei traumhaftem Wetter – blauer Himmel und Sonnenschein – über die Hochkönigstraße hergefahren. Allein die Anreise war also schon ein Erlebnis.

Das Hotel Rosengarten ist ganz neu. Es hat erst im Dezember 2010 eröffnet. Der kreative Sternekoch Simon Taxacher hat es eröffnet, um seine Kochkunst in einem angemessenem Ambiente ausüben zu können.

Und heute dürfen wir hier schon zusammen tagen. Hannes Treichl eröffnet die Veranstaltung mit einigen Beispielen zur Gratiskultur und zur Überschwemmung mit Werbebotschaften. Danach geht es um die Glaubwürdigkeit von Werbung.

Anschließend spricht Claudia Reichenberger über neue Märkte und präsentiert die neuesten Statistiken und gibt Tipps zum Erschließen neuer Nischen. Die einzelnen Märkte werden ganz genau vorgestellt.

Nach einer kurzen kulinarischen Pause geht es weiter mit Hannes Treichl und Social Media und Blogs. Natürlich kommt auch wieder der iBauer vor…

Einige Ehrungen werden vorgenommen und es gibt eine Wasserverkostung. Nach weiteren Schmankerln aus der Küche geht der interessante Workshop-Tag am Kamin in der Bar zu Ende.

Meine Tweets zu dem Workshop mit Bildern gibt es u.a. hier zu sehen.

World Blogging Forum 2010 in Wien / Vienna

English – see below

Das World Blogging Forum 2010 in Wien liegt hinter uns.

Ich hatte mich sehr auf dieses Bloggertreffen im großen Stil gefreut, weil es international angelegt ist. Die Hauptsprache sollte Englisch sein und ich war sehr gespannt auf die vielen anderen internationalen Blogger.

Die Location bei der Telekom war top. Ein professioneller Konferenzraum mit allem technischen Zubehör und perfektes Catering den ganzen Tag über! Vielen Dank an die Sponsoren. Mit dem iPad konnte ich mich zwar nicht einloggen (der Anmelde-button funktionierte nicht) aber dafür war der Bob-Empfang Spitze! :-))

Die erste Session war ziemlich verwirrend und kaum einer hat verstanden, was da vor sich ging. Somit ging die gesamte Aufmerksamkeit auf die Twitterwall und es wurde rumgeblödelt was das Zeug hielt. Ab der zweiten Session wurde es besser und alle lauschten beeindruckt den Kurzpräsentationen. Da war viel Interessantes dabei und wieder einmal sind mir einzelne Sätze in Erinnerung geblieben, wie „facebook ist doof? Es ist nicht facebook – es sind Deine Freunde!“

Auch das Format war nicht so ganz klar. Mehrere Lightningtalks und dann Diskussion. Das war in der Nachmittagssession besser gelöst: Nach jedem Kurzvortrag Diskussion. Es war insgesamt eine Mischung aus Barcamp und Konferenz für mich…

Was mich extrem gewundert hat, ist, dass außer bei der politischen Session, so wenig über Blogs und Bloggen geredet wurde. Es gab Kurzvorträge über Twitter, Projekte (wie anonyme Gefallen), interaktive Videos, Erfolg im Business, groupshopping uvm. Die Diskussion, bei der es um Blogs ging, nämlich die Monetarisierung derselben, wurde leider abgewürgt.

Schade fand ich auch, dass etwa ein Dutzend der internationalen Blogger von den anderen irgendwie „abgeschirmt“ wurde. Beim nächsten WBF wünsche ich mir ein gemeinsames öffentliches Vortreffen am Freitagabend zum persönlichen Kennenlernen und Austausch und einen gemeinsamen Ausklang am Samstagabend. Die Party war nett, aber in einem Club muss man halt gegen die Musik anschreien und ich möchte mich da lieber unterhalten. Auch den Ausflug am Sonntag hätte man gemeinsam planen können. Ich hätte auch gerne für das Sightseeing Programm bezahlt… Mir war es effektiv zu wenig Austausch mit diesen interessanten Leuten. Bitte im nächsten Jahr unbedingt mit einplanen!!

Von den Wienern bin ich etwas enttäuscht. Ich habe den Eindruck sie „besuchen“ solche Veranstaltungen im Laufe des Tages mal, wenn es ihnen passt und gehen am Ende des offiziellen Programms sofort nach Hause. Zum offiziellen Beginn um 9 Uhr waren auf jeden Fall erst wenige Teilnehmer vor Ort. Auch die No-Show-Rate schien mir sehr hoch.

Trotzdem: Insgesamt eine gelungene Veranstaltung. Ich habe viel Interessantes gehört und Einiges mitgenommen. Meine drei Tags: inspiring, motivating, interesting!!! Danke an Ritchie und sein Team für die Organisation!!!

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The World Blogging Forum 2010 in Vienna is over!

I have been really looking forward to this large event, because it is international. The main language was supposed to be English and I was very curious about the international bloggers.

The location at Austrian Telekom was top. There was a professional conference room with all necessary technical equipment and a perfect catering during the whole day. Thanks to the sponsors. Though I could not log in to the WiFi with my iPad (the log in button did not work) I could surf with my Bob connection.

The first session was a bit chaotic and a lot of people did not understand what was going on. So the concentration moved to the twitterwall, where a lot of fun tweets could be read. With beginning of the second lesson it got much more interesting and everybody was listening to the short presentations. There was a lot of interesting stuff in it in some sentences are still in my mind as „facebook is stupid?  It is not facebook, it’s your friends!“

The format of the event was not really clear for me. There were some lightning talks and then discussion. I found the afternoon session much more better: there was a discussion after each short presentation. It was like a mixture between barcamp and conference for me…

I was wondering, why we did not talk (apart from the political session) about blogs or bloggers. There were short presentations about twitter, projects (anonymous favour), interactive videos, success in business, group shopping and much more. The only discussion about blogs (how to monetarize them) was unfortunately shortened.

It was a pity that a dozen international bloggers were somehow ‚kept‘ from the others. For the next WBF I would like to have a public get together at Friday evening for to meet the others and time for exchange and chat. Also on Saturday evening I would love to have a joint conclusion. The party was nice, but I’d rather talk to people instead of shouting against the loud music. The sightseeing tour on Sunday could have been also public. I would have loved to pay for the trip and would have liked to have the opportunity to talk to the international bloggers during the tour. For me there was not enough exchange between the participants and the very interesting guests. Please consider this for next year!

I am disappointed from the bloggers from vienna. It seems that they ‚visit‘ such events like barcamps or this forum, if they just feel like it and after the official programme they tend to go home. At the official beginning at  9 o’clock there were only some participants at the location. The no show rate seemed also to be quite high.

Anyway: It was a successful event over all! I heard a lot of interesting things and still have some of it in my mind. My three tags: inspiring, motivation, interesting!!! Thanks to Ritchie and his Team for organizing!

Werden Facebook Fanseiten unter „Neueste Meldungen“ angezeigt?

Fanseite oder eigene Website?

In der letzten Zeit gibt es einige Diskussionen, um facebook Fanpages. Da wird einerseits die Frage gestellt, ob man überhaupt noch eine eigene Website braucht oder ob nicht eine Fanseite auf facebook ausreicht? Oder es taucht die Frage auf, wann denn ein Fan eine Fanseite besucht z. B. im Zusammenhang mit den Fällen „Wien“ und „Innsbruck“ – wo es darum geht, dass Fans hier zwangsumgesiedelt worden und nun Fans von etwas sind, was sie eventuell gar nicht wollten. Doch vielleicht könnten sie mit Ihrem „gefällt mir nicht mehr“ ihr Fan-Dasein beenden. Aber besucht „der Fan die Seite nur ein einziges Mal um „gefällt mir“ zu klicken und danach besucht er die Seite nicht mehr, weil die aktuellen Postings ja in seiner Timeline auftauchen?

Aber ist das wirklich so? Tauchen wirklich die neuesten Meldung von Fanpages in der Timeline auf?? Für zwei Barcamps hatte ich schon mal eine Stichprobe gemacht und festgestellt, dass dem nicht so ist. Nun habe ich mir noch einmal ganz genau angeschaut, was denn so in meiner eigenen Timeline angezeigt wird. Hier ist das Ergebnis:

Wieviel Fanseitenposts sind in meiner Timeline?

Ich habe am 7.11.2010 119 meiner Fanseiten bei Facebook aufgesucht und nachgeschaut, wann seitens des Admin zuletzt etwas gepostet wurde (nur die vom Seitenbetreiber geschriebenen Nachrichten erscheinen in der Timeline – wenn Fans etwas schreiben wird es nie angezeigt). Wenn in der Zeit vom 05.11. – 07.11.2010 etwas geschrieben worden war, habe ich in meiner Timeline danach gesucht. Ich bin nicht weiter zurückgegangen, weil weiter in der Vergangenheit die Timeline bei facebook ungenau wird. Ich habe keinerlei Fanseiten verborgen.

Von den 119 Seiten, von denen ich Fan bin, wurden 49 Seiten in dem gefragten Zeitraum aktualisiert. Davon wurden mir 36 Posts angezeigt und 13 nicht. 26 % der aktuellen Meldungen habe ich also gar nicht gesehen.

Ich selber gehe eigentlich nie aktiv auf eine Fanseite sondern schaue nur meine Timeline an.

Wie macht Ihr das? Geht Ihr direkt auf gewisse Fanseiten, um nachzuschauen, was es neues gibt? Oder verlasst Ihr Euch auf Eure Timeline?

Auf dem Castlecamp haben wir kurz darüber gesprochen und es hieß, es sei ein Fehler von Facebook, dass nicht alle Meldungen von Fanseiten unter „Neueste Meldungen“ erscheinen.

Wie seht Ihr das? Ist es ein Fehler? Oder gibt es Gründe für das Nichterscheinen?

Fazit

Fazit meiner Mini-Studie: Die Facebook Fanseite ersetzt nicht die eigene Webpräsenz und ich kann mich als Seitenbetreiber nicht darauf verlassen, dass Fans alles mitbekommen, was ich Ihnen gerne mitteilen möchte. Ein RSS-Feed für Aktuelles auf meiner Website scheint mir da um einiges sicherer zu sein, oder gar ein Newsletter…

Ich freue mich auf eine spannende Diskussion in den Kommentaren.

Zusätzliche Daten

Hier noch ein paar Daten zur Aktualisierung von Fanseiten, falls es Euch interessiert, wie oft Administratoren etwas schreiben:

Innerhalb der letzten drei Tage: 49
Vor 3 – 7 Tagen: 19
Vor 7 Tagen bis 2 Wochen: 10
Vor 2 – 4 Wochen: 8
Vor 1 – 2 Monaten: 7
Vor 2 – 4 Monaten: 6
Vor mehr als 4 Monaten: 11
Noch nie: 8
Gemeinschaftsseite: 1

Almcamp 2010 und die Zukunft

Nach dem unglaublichen Erfolg vom Almcamp 2009 waren die Erwartungen natürlich extrem hoch. Würde das Almcamp wieder genauso gut verlaufen, wie im Jahr davor? Ja, es war wieder genau so intensiv wie beim ersten Mal. Ich persönlich fand 2010 noch viel intensiver, weil ich sehr viele Gespräche führen durfte, die alle sehr offen und ehrlich waren. Vielen Dank allen meinen Gesprächspartnern an diesem Wochenende.

Mehr Artikel über das zweite Almcamp kann man hier lesen. Und hier sind auch alle Sessions aufgeführt, für alle, die leider nicht dabei sein konnten.

Wie geht es nun weiter?

Wir haben ja beim diesjährigen Almcamp angekündigt, dass wir die Organisation für 2011 nicht mehr übernehmen. Dies hat gleich mehrere Gründe, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte. Trotzdem fänden wir es aber sehr schön, wenn das Format „Almcamp“ bestehen bleiben würde. Ob es 2011 wieder am Maltaberg stattfindet, aber von einem anderen Organisationsteam vorbereitet wird, oder ob es vielleicht mal den Ort wechselt ist dabei egal.

Wir werden ein eventuelles neues Orgateam gerne unterstützen und werden auch die Hardware – soweit sie zum Almcamp gehört – selbstverständlich zur Verfügung stellen.

Sollte es Ideen geben, das Almcamp an einen anderen Ort zu verlegen, so gibt es ein paar wesentliche Merkmale, die das Format ausmachen und die auch weiterhin bestehen bleiben sollten:

– One Location Barcamp
– Keinerlei Ausweichmöglichkeiten
– Wunderschöne Natur
– Traditionelle Almverköstigung
– Barrierfreiheit

Diese Punkte machen das Almcamp aus: Alles findet in einem einzigen Raum statt und weit und breit gibt es keinerlei Ablenkung. Niemand kommt auf die Idee, das Camp abends zu verlassen und noch in eine Bar zu gehen oder die Wellnessabteilung des Hotels zu nutzen. Die Natur ist so überwältigend, dass man aus seinem Alltagstrott herausgerissen wird. Die Wechselwirkung zwischen der Umgebung und den Themen der Sessions ergibt eine sehr eigene intensive Stimmung. Die begrenzte Teilnehmerzahl führt zu einer familienartigen Struktur und es herrscht ein allgmeines Geben und Nehmen und ein sehr offener ehrlicher Austausch. Das Catering mit rustikalen Almprodukten trägt dazu bei, den Alltag hinter sich zu lassen und die gemeinsame Einnahme von Frühstück, Mittag und Abendessen verstärkt das Gemeinschaftsgefühl noch einmal beträchtlich.

Der Ruf nach einer neuartigen Form für Barcamps wird immer lauter. Oft waren die Teilnehmer unzufrieden, dass zu viele ‚anonyme‘ Beobachter auf Barcamps auftauchten, nur um Informationen aufzusaugen. Auch Ritchie Pettauer beschäftigt dies in seinem Rückblick auf das Almcamp 2010. Ob das Format „Almcamp“ die neue Form für zukünftige Barcamps sein kann, wird sich zeigen.

Es wird auf jeden Fall nicht so einfach, einen Ort für ein solches One-Location-Barcamp zu finden. Wir stehen jederzeit gerne für Auskünfte zur Verfügung, falls jemand ein solches Barcamp organisieren möchte.

Hier hatte ich auch schon einmal geschrieben, wie man ein Almcamp organisiert.

Ich hoffe sehr, wir sehen uns auf einem Almcamp 2011!!

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Nachtrag: Markus hat mich in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass Barrierefreiheit natürlich auch ein wesentliches Merkmal vom Almcamp ist. Ich habe den Punkt oben in der Aufzählung nachträglich ergänzt.

Das schrägste Barcamp bisher – Wordcamp Berlin 2010

Das Wordcamp Berlin 2010 war das schrägste Barcamp, was ich bisher erlebt habe. Aber der Reihe nach…

Letztes Jahr habe ich mich nicht nach Jena getraut, weil ich gedacht habe, das Wordcamp ist nur für Coder und ich bin ja „nur“ Anwenderin, aber Achim kam mit sehr vielen tollen Ideen nach Hause – unter anderem der Idee fürs Almcamp und anhand des Session Planes habe ich gesehen, dass es viele Session zu den Themen Blog, Blogger und bloggen gab, also hab ich beschlossen, nächstes Jahr fahr ich mit. Und das war das Wordcamp 2010 für mich:

Was ich positiv fand:

  • Die 10 Euro Gebühr gegen No Shows
  • Die Philosophie der Location
  • Das stabile WLAN
  • Die Versorgung mit ausreichend Getränken und frischem Obst
  • Das kühle Eis am Nachmittag
  • Die super schnelle Sessionplanung
  • Die Ausschilderung ab U-Bahnhof
  • Den ausgedruckten Sessionplan
  • Die WordPress-Klinik

Was ich negativ fand:

  • Die Sessionräume
  • zu wenig Steckdosen
  • Keine Unterstützung für die Mittagspause
  • Der Sessionzeitplan
  • Änderungen im Sessionplan waren kaum zu bemerken
  • Die große Pause für das Fußballspiel
  • Mangelndes Socialising

Die No-Show-Gebühr

Die 10 Euro Gebühr sollten dafür sorgen, dass es weniger No-Shows gibt. Das Geld soll einer Organisation gespendet werden. Diese Idee finde ich toll, ich glaube aber nicht, dass  sie funktioniert hat. Allen, die abgesagt haben, sind die 10 Euro wohl egal. Nur das Orgateam kann sagen, ob die No-Show-Rate diesmal kleiner war. Ich persönlich hatte das Gefühl, dass viele nicht erschienen sind. Aber die Idee fand ich grundsätzlich schon mal super.

Die Philosophie der Location

Nachdem ich im nachhinein über das Betahaus gelesen habe, fand ich es eine sehr gute Idee, ein Barcamp in diesen Räumlichkeiten, wo es um Netzwerken und Zusammenarbeiten und sich Austauschen geht, abzuhalten.

Das stabile WLAN

Selten oder bisher gar nicht, hatte ich den ganzen Tag über eine stabile WLAN Verbindung  und eine so problemlose Anmeldung und Wiederverbindung wie im Betahaus. Obwohl ich nicht die speed-Version hatte, war die Verbindung schnell genug.

Die Versorgung mit Getränken und frischem Obst

Aufgrund der großen Hitze wurde viel getrunken und es gab ausreichend Wasser, Saft und Kaffee. Wer wollte konnte sich gegen Gebühr im Cafe mit weiteren Heiß- und Kaltgetränken versorgen. Das war eine gelungene Kombination und ich finde es toll, dass das Cafe es zugelassen hat, dass dort kostenlose Getränke angeboten wurden.

Das kühle Eis am Nachmittag

Wir haben alle entsetzlich unter der großen Hitze gelitten und die kleine Erfrischung durch Eis am Stil am Nachmittag war eine sehr nette Geste. Danke dafür!

Die super schnelle Sessionplanung

Die Sessionplanung ist bei den meisten Barcamps ein Problem und dauert of ewig und wird dann wieder umgeworfen. Hier gab es schon vorab einen Sessionplan und nur wenige weitere Sessions kamen hinzu. Die Vortragenden hielten sich kurz in der Beschreibung ihrer Sessions und so war die ganze Sache in wenigen Minuten abgehandelt. Ich wünschte, es wäre auf jedem Barcamp so einfach!!

Die Ausschilderung ab UBahnhof

Die gute Beschilderung hat uns sehr gut geholfen, die Location zu finden und die Registrierung ging schnell und umkompliziert. Sein eigenes Namensschild zu beschriften geht halt schneller, als eins aus hunderten herauszusuchen…

Der ausgedruckte Sessionplan

Auch wenn es auf einigen Barcamps bereits iPhone Apps für den Sessionplan gibt, fand ich die 1.0 Version ausgedruckt auf Papier sehr nett. Sie hing überall aus und man konnte mal eben schnell drauf schauen. Vorteil gegenüber dem berühmten Papierwiki von Klagenfurt war, dass die Ausdrucke wirklich überall hingen.

Die WordPress-Klinik

So etwas wünsche ich mir auf jedem Barcamp. Eine Anlaufstelle für Fragen zu bestimmten Programmen, Plattformen oder Anwendungen… Genial!

Die Sessionräume

In den letzten Jahren wurde deutlich, dass die Location einen enormen Einfluss auf das jeweilige Barcamp hat. Das Tourismuscamp in Kaprun hat damit angefangen und mit Ledersofas gesponsert vom XLutz einen sehr anregenden Kreativitätsfördernden und den Austausch anregenden Raum geschaffen. Andere Barcamps haben das aufgenommen und weiter entwickelt. So gab es in Klagenfurt in den sonst so nüchternen Hörsälen der Uni Blumenschmuck von der Stadtgärtnerei.

Die Sessionräume im Betahaus waren eine Zumutung. Komplett kahl. Keine Tische. Karge  Stromversorgung (erst später habe ich bemerkt, dass in der ersten Zuhörer-Reihe Mehrfachstecker zur Verfügung standen. Die Akustik war nicht zu ertragen. Publikum und Vortragende hatten enorme Probleme. Im Sessionraum 3 hörte man viel aus Raum 2, Raum 4 und obendrauf kam noch das laute Knallen der Aufzugtür. Es war sehr heiß an dem Tag und man musste sich sowieso schon stark konzentrieren aufgrund der Raumtemperatur, aber die akustische Situation hat eine sinnvolle Kommunikation unmöglich gemacht, da selbst die Vortragenden die Fragen aus dem Plenum kaum verstanden haben.

Die Bestuhlung war unglaublich unbequem und man musste befürchten, mit dem Stühlchen im nächsten Moment zusammen zu krachen. Ich bin sehr erstaunt, dass man da keinen Sponsor gefunden hat, der gerne seine Möbel zur Verfügung stellt, in dem Wissen, dass die Blogger dann anschließend gerne darüber bloggen und sich bei Flickr und Co etliche Bilder davon finden werden. Beim Barcamp Graz gab es Sitzwürfel aus Karton mit Werbeaufdruck, die jeder mit sich herum getragen hat von Sessionraum zu Sessionraum und es war ein großer Spaß.

Auch wenn nur 12 Frauen auf dem Barcamp waren, eine Toilette bei den Sessionräumen wäre schon toll gewesen. Vier Stockwerke bei der Hitze waren nämlich gar nicht so einfach zu bewältigen und der Lift war nicht immer in Betrieb.

Zu wenig Steckdosen

In den letzten Jahren sollte es sich herumgesprochen haben, dass die Regel 1 von Barcamps „You do blog about barcamps“ sehr gerne eingehalten wird. Deswegen hat es sich bewährt, überall im Sessionraum Mehrfachstecker zu verteilen. Und für einen Karton 3er Stecker hat sich bisher immer ein Sponsor gefunden.

Keine Unterstützung für die Mittagspause

Auch wenn auf fast allen Barcamps das Mittagessen gesponsort wird, muss ich das nicht haben. Was aber unverzichtbar ist, ist der Austausch zwischen den Teilnehmern und der ist gerade bei den Mahlzeiten nicht zu unterschätzen. Auch wenn ich kein kostenloses Mittagessen ausgebe, kann ich doch einige Tipps geben, wo man hingehen kann oder evtl. sogar einen Raum vorbestellen. Ich wäre dankbar gewesen für den Hinweis, dass in Berlin Kreuzberg an einem Samstag Mittag fast alles geschlossen hat und hätte mir das herumirren in der großen Hitze in der Stadt nach Qype und Google-Maps Treffern gerne erspart. Ich gehe davon aus, dass das Orgateam ortskundig ist und da einige Hinweise hätte geben können. Vielleicht hätte man ja auch andere Teilnehmer getroffen oder wäre gleich in einer größeren Gruppe dort hin gegangen. Das Gespräch mit den anderen habe ich sehr vermisst.

Der Session-Zeitplan

Bewährt hat sich in den letzten Jahren die Kombination: 30 Minuten Vortrag, 15 Minuten Diskussion und dann Pause bis zur nächsten Session zur vollen Stunde. Die kleine Pause hat viele Vorteile: Abgesehen davon, dass man sich kurz einen Kaffe holen kann oder aufs Klo geht, kann man sich auch kurz mit anderen Teilnehmern unterhalten, die Diskussion vertiefen oder kurz mal entspannen kann. Beim Wordcamp kam ich eigentlich zu jeder Session zu spät.

Änderungen im Sessionplan waren kaum zu bemerken

Der Sessionplan stand schon vorher fest, allerdings war es ein Problem ihn aktuell zu halten. Bei den anderen Barcamps wird ein Wiki benutzt für den Sessionplan und bisher gab es immer eifrige Teilnehmer, die den Plan aktualisiert haben. Beim Wordcamp 2010 erfuhr ich erst hinterher, dass eine Session, die ich besuchen wollte gerade parallel stattgefunden hatte. Da ist doch das Wiki und die iPhoneApp klar im Vorteil. Im Wiki werden übrigens auch dann von denen, die eine Session gehalten haben, die Links zu ihren Präsentationen eingetragen. Eine sehr schöne Dokumentation für diejenigen, die nicht teilnehmen konnten.

Die große Pause für das Fußballspiel

Ein absolutes Manko beim Wordcamp war die Pause für den Fußball. Bereits um 14 Uhr war das Public Viewing eingerichtet und der Lärm erschwerte die ohnehin schon extrem schwierige akustische Situation. Das Wordcamp wurde dadurch komplett zerrissen und die letzten Sessions waren fast gar nicht mehr zu verstehen.

Mangelndes Socialising

Das Um- und Auf eines Barcamps neben dem Wissensaustausch ist das Netzwerken (dabei kann natürlich auch Wissen ausgetauscht werden). Es ist das Herzstück von Unkonferenzen. Beim Wordcamp Berlin fing es auch ganz gut an am Freitagabend. Da habe ich allerdings schmerzlich ein WLAN vermisst. Am Samstag war es dann allerdings kaum möglich, sich auszutauschen. Zunächst habe ich die Vorstellungsrunde vermisst. die ist meistens ein guter Anfang, weil man dann schon weiß, „mit dem in dem grünen T-Shirt muss ich mich mal unterhalten.“  Desweiteren herrschte im Cafe im Betahaus eine ähnlich schlechte Akustik wie in den Sessionräumen. Die kleine Messe und der Aufbau fürs Public Viewing sowie erste Zuschauer ab 14 Uhr erstickten jede Unterhaltung im Keim. Und wie oben schon geschrieben war zwischen den Sessions und während der Mittagspause keine Gelegenheit. Ob es einen offiziellen Ort für Samstagabend geben würde, wurde leider erst ziemlich spät bekannt gegeben und viele hatten sich für den Abend schon etwas anderes vorgenommen.

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Die Sessions

Ich bin zum Wordcamp gefahren wegen der Session Rund um das Thema Blog. Leider gab es rein gar nichts zu diesem Thema. Nun gut. Die Sessions kann man nicht vorher bestimmen, aber ich hatte schon irgendwie das Gefühl, dass das Angebot eher verhalten war. Vier Slots hätte es gegeben, aber meistens waren nur 2 belegt. Ich würde mir sehr wünschen, dass das Wordcamp wie andere Barcamps auch über zwei Tage geht. Viele Teilnehmer bekommen am ersten Tag eine Idee über was sie am zweiten Tag eine Session halten können.

Die Sessions, die ich sehr gut und interessant fand waren ausgerechnet die, die nix mit WordPress zu tun hatten: QR-Codes, Screencast und WordPress und Bildung. Und die beste Session überhaupt war die Antifußballsession. Darin ging es dann auch um WordPress.

Was sich auf anderen Barcamps inzwischen auch bewährt und fast eingebürgert hat sind live-streams der Sessions manchmal sogar mit Aufzeichnung. Man muss nicht so weit gehen, wie in Eichstätt und für das Plenum mehrere Mikrofone bereithalten. Es reicht auch völlig, wenn der Vortragende die Fragen aus dem Publikum wiederholt, bevor er antwortet. So sind schon einige spannende Diskussionen entstanden mit Leuten, die das Geschehen von zum Teil anderen Erdteilen verfolgt haben.

Fazit:

Für mich war es das schrägste Barcamp überhaupt. Ich hatte den Eindruck, dass Wordcamper keine Barcamper sind und ich habe mich sehr gewundert, warum man nicht einfach mal schaut, was andere Barcamps so machen.

Bei Jan Theofel gibt es eine wunderbare Anleitung, wie man ein Barcamp organisiert. Ich selber habe diese Anleitung weiter ausgeführt für One-Location-Barcamps und ich glaube es gibt noch viel mehr Erfahrungsberichte im Netz darüber.

Was mich auch sehr gewundert hat, ist das Thema Sponsoring. Immer wieder wurde im Laufe der Diskussion das Geld erwähnt. Ich kann einfach nicht glauben, dass es in der Großstadt Berlin nicht möglich sein soll eine gesponserte Location einer Firma zu finden. Die haben Seminarräume und Konferenzräume und hören auch gerne zu, was in der Szene so los ist. In Frankfurt waren wir bei Cisco und in Wien bei Microsoft. Auch Universitäten sind gerne bereit, ihre Räume zur Verfügung zu stellen (Klagenfurt und Graz). IHK und andere Wirtschaftsinstitutionen sind weitere Anlaufstellen.

Weiterhin weiß ich, dass Sachsponsoring leichter möglich ist als Geldsponsoring. Mir hat man von sich aus Stühle angeboten, ohne dass ich danach gefragt hatte und von einer Molkerei hätte ich Trinkjoghurts, Molke und Käse umsonst bekommen. Getränkehersteller stellen auch gerne mal eine Palette von einem neuen Softdrink auf ein Barcamp und in Kaprun gab es ein gesponsertes Frühstück mit Müsli von Nestle. Im Gegenzug dürfen die Sponsoren zum Beispiel anhand von Umfragen herausfinden, wie ihr neues Produkt angekommen ist. Es kann doch nicht sein, dass in der deutschen Hauptstadt niemand bereit sein soll, ein Barcamp zu sponsern. Das will ich einfach nicht glauben.

Ach ja, falls jetzt jemand damit kommt, man solle doch selber machen und nicht meckern. Ich habe das Almcamp 2009 mit organisiert und wir planen gerade das diesjährige. Ich weiß also, wovon ich rede… Wir können leider mit Sachsponsoring kaum etwas anfangen, ich gebe aber gerne meine Erfahrung in diesem Punkt weiter.

Das Wordcamp 2010 war die lange und teure Anreise für mich persönlich nicht Wert. Eine Teilnahme für 2011 werde ich mir sehr gut überlegen.

Für das Orgateam für das Wordcamp 2014: die Fußballweltmeisterschaft findet vom 13. Juni bis 13. Juli statt!! Falls Deutschland dort als Titelverteidiger antreten sollte…

Mein Beitrag zu „Mein erstes Mal – auf einem Barcamp“

Und hier ist also mein Beitrag zur Blogparade:

Mein erstes Barcamp war das Barcamp Klagenfurt im Februar 2007. In meinem Blog habe ich damals brav über das Camp berichtet, heißt es doch in den Barcamp-Regeln: „You do blog about barcamps“. Ich war damals sehr skeptisch wie eine Konferenz ohne Organisation funktionieren kann, wie man hier nachlesen kann. Eine weitere Regel wird in diesem Post auch angesprochen: „Wenn man das erste Mal an einem Barcamp teilnimmt, muss man präsentieren“. Aber worüber? Ich bin doch „nur“ Anwenderin, Bloggerin. Ich programmiere nicht. Aber trotzdem ist jeder Mensch auf einem Gebiet Experte, bzw. kennt sich so gut aus, dass er anderen etwas darüber erzählen kann, die sich auf dem Gebiet nicht oder wenig auskennen. Und schließlich geht es beim Barcamp darum, Wissen weiter zu geben. Georg Holzer brachte mich auf die Idee, über Zeitmanagement zu reden. Auch Programmierer brauchen Zeitmanangement und damit kenne ich mich aus. Also habe ich eine Session vorbereitet – so heißen die Präsentationen bei einem Barcamp.

Am Vormittag gab es sehr technik-lastige Sessions und ich war fest davon überzeugt, dass niemand der Anwesenden sich für Zeitmanagement interessiert und dachte, ich werde alleine im Vortragsraum sitzen. Weit gefehlt. Der Raum war sehr gut gefüllt und einige sprechen mich heute noch darauf an, dass sie sich gewisse Sätze von mir gemerkt haben und einige Vorschläge in ihrem Arbeitsalltag umgesetzt haben.

Ich habe dann noch weitere Sessions gehalten, wie „wann und worüber man bloggen kann“. Auch diese Session war gut besucht. Nun gut, ich hatte zu der Zeit keinerlei Probleme, zu präsentieren, weil ich als Trainerin und Beraterin so etwas andauernd tun musste und ich habe selber einige Workshops dazu besucht. Aber es muss keine perfekte Präsentation mit toller Präsentationstechnik sein, weil man sein Wissen auch auf ganz andere Weise weiter geben kann.

Mein Tipp an Neulinge: Überlegt Euch, worin ihr gut seid, oder in welchem Thema ihr Euch wohl fühlt und bietet es einfach an, Euer Wissen in dem Bereich weiter zu geben. Ich war inzwischen auf mindestens 18 Barcamps und habe selber das Almcamp organisiert und es gab immer wieder hochinteressante Sessions, die vermeintlich gar nichts mit Internet oder Technik zu tun hatten, die aber sehr spannend waren und mir viel gebracht haben und oft ließ sich dann doch eine Verbindung zum Web herstellen oder es enstanden Ideen zur Verknüpfung. Ich erinnere mich immer wieder gerne an die Session zu „Frequency Following Reflex“ am Barcamp Graz.

Einmal habe ich eine Session „angeboten“, wo ich zwar vorne am Laptop und Beamer saß, aber eigentlich war ich die Lernende und vor mir saßen 20 Lehrende. Die anderen 20 wollten auch lernen. Die Session hieß „Bring mir facebook bei, bitte“ auch beim Barcamp Graz 2008. Auch hier habe nicht nur ich, viel gelernt!

Und noch etwas: Wenn Ihr in einer Session sitzt und irgendetwas nicht versteht, zum Beispiel eine Abkürzung, dann fragt nach!!! Denkt daran, es geht darum Wissen weiter zu geben.

Also, traut Euch und berichtet dann auf Eurem Blog über Euer erstes Mal und verlinkt hierher! Viel Spaß!!

Blogparade: Mein erstes Mal – auf einem Barcamp

Beim Barcamp Graz ist aufgefallen, dass es viele No-Shows gab und viele Barcamp Neulinge, so dass kaum Sessions bei der Sessionsplanung angeboten wurden. Entgegen zu anderen Barcamps kamen auch im Laufe des Tages keine weiteren Sessions dazu. Bei der Feedbackrunde kam der Vorwurf auf, wir alten Barcamper würden auf hohem Niveau jammern und kritisieren. Deswegen habe ich mich mal an die eigene Nase gefasst und überlegt, wie mein erstes Barcamp abgelaufen ist.

Ich möchte nun daraus eine Blogparade machen und hoffe, dass sich viele beteiligen, um Neulingen die Angst vor Barcamps und den Barcamp-Regeln zu nehmen.

Schreibt einen Blogpost über Euer erstes Barcamp und verlinkt es hierher. Die Blogparade sollten wir auch auf der barcamp.at verlinken, damit sich Neulinge informieren können.

Barcamps Graz 2010

Gleich vier Barcamps fanden 2010 in Graz an einem Wochenende und an einem Ort statt: Wissenscamp, Politcamp, Designcamp und icamp. Zum Wissenscamp am Freitag sind wir leider zu spät angekommen, aber für zwei interessante Sessions hat es noch gereicht. Enterprise 2.0 und Visualisierung von Informationen. Besonders interessant bei der ersten Session war die Diskussion, wie man Menschen dazu bringt ihr Wissen mit anderen zu teilen, war es doch bisher mit das größte Kapital jedes einzelnen… In der zweiten Session wurden viele Visualisierungstools vorgestellt. Ich hoffe, die Session gibt es irgendwo zum Nachlesen.

Am Samstag kamen leider nicht so viele Teilnehmer wie angemeldet waren und die Sessionplanung geriet durcheinander, so dass ich einige interessante Sessions verpasst habe. Im Politcamp wurde mir persönlich zu viel diskutiert ohne konkrete Beispiele oder Maßnahmen. Im icamp ging es technisch zu. Eine herausragende Session für mich war an dem Tag der Photowalk mit lowtech-Ausrüstung, sprich smartphone. Die Bilder davon werde ich noch einstellen.

Am Sonntag fand sich eine sehr kleine aber feine Barcampgemeinde zusammen und es gab wieder eine hervorragende Session von Gerald Baeck und eine iphone-App-Tupperparty 🙂

Das Barcamp hatte eine tolle Location, bei der allerdings die durchgeführten Besuchergruppen störten. Mir haben die Besucher auch leid getan, weil sie sich nicht in Ruhe die Ausstellung im Rahmen des Desing Monats Graz anschauen konnten. Die Räume waren wunderschön und besonders kreativ waren die Sitzwürfel, die zu jeder Session für eine neue Sitzordnung sorgten. Das könnte man für andere Barcamps übernehmen.

Die Verpflegung war augezeichnet und schloss sogar ein reichhaltiges Frühstück mit ein.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass bei diesem Barcamp nicht ganz so viel Wissen geteilt wurde, wie sonst üblich. Die No-Show Rate war sehr hoch und auch die Anzahl der Barcamp-Neulinge war anscheinend sehr hoch, selbst im Orgateam.

Bei der Feedbackrunde kam mir die Idee, eine Blogparade zum Thema: Mein erstes Barcamp zu veranstalten. Weil anscheinend die Barcamp-Regeln immer noch viele Leute abschrecken. Mehr zur Blogparade gibt es in einem separaten Beitrag

Welches Lied für Music and Future?

In Österreich läuft zur Zeit ein sehr interessanter Musik-Wettbewerb Musik and Future. Weil ich das Konzept total spannend finde und natürlich, weil ich schon seit meinem 15. Lebensjahr singe, möchte ich an diesem Gesangs-Wettbewerb teilnehmen. Die Frage ist nur, mit welchem Lied? Da man nur einen Song einreichen kann, fällt es mir schwer zu entscheiden, welches Lied ich singen soll. Deswegen sollt Ihr mir jetzt helfen und mein Wettbewerbslied auswählen.

Zur Auswahl stehen:

The first time ever I saw your face.

Hier eine Variante von Roberta Flack:

Oder auch in sehr langsamer Version von George Michael oder Celine Dion.

Dann steht zur Debatte „Somewhere“ aus Westside Story:

Auch sehr interessant Rainbow Eyes von Rainbow:

Und last but not least Time After Time. Hier in einer Variation von Eva Cassidy:

Einen Song habe ich zunächst auch in der engeren Wahl gehabt, aber schon verworfen. Nur weil’s so schön ist; hier – außer Konkurrenz – Metallica mit „Nothing else matters“:

So, jetzt seid Ihr dran, welches Lied soll ich aufnehmen und bei Music and Future einreichen? Schreibt einen Kommentar, twittert mit dem Hashtag #momaf10 (das heißt Mo bei Music and Future), twittert an @motweet,  kommentiert bei Facebook  oder beteiligt Euch an der Twtpoll.

Ich bin gespannt!